Das Polizeimuseum präsentiert sich neu. Welches Polizeimuseum werden sich nun viele fragen. Doch, das gibt es in der Tat, und zwar seit nunmehr 15 Jahren. Allerdings ist es, im Gegensatz zu den meisten anderen Basler Museen nicht eines, in das man einfach so hineinspazieren kann. Es befindet sich nämlich im Spiegelhof, in der Vorhalle des Polizeikommandos. Wer es besichtigen will, muss sich anmelden, der Besuch ist dafür kostenlos und eine Führung gibt es obendrein.

Die Kantonspolizei Basel-Stadt feiert in diesem Jahr ihr 200-jähriges Bestehen. Am 21. Juni 1816 wurde das «Gesetz wegen Einrichtung einer Kantons-Polizey» verabschiedet.

Ausstellung zur Feier

Als Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten hat nun der Betreiberverein das Polizeimuseum komplett neu gestaltet. So gibt es nun zum Beispiel eine Vitrine, die sich dem Flugzeugabsturz eines selbst gebauten Kleinflugzeugs an der Basler Roggenburgerstrasse im Juli 2007 widmet (Bild). Einzelteile des Flugzeugs, aber auch Fotos und Texte erzählen die Geschichte vom tragischen Tod eines Rekordjägers im Wrack seines Flugzeugs.

Wem das nicht gruselig genug ist, der kann sich auch weiterhin an den wohl berühmtesten Exponaten der Ausstellung erfreuen, jenen, die sich mit den blutrünstigen Raubmördern beschäftigen, die die nach wie vor schlimmste Verbrechensserie der Basler Geschichte zu verantworten haben: Kurt Sandweg und Waldemar Velte. Ein Banküberfall und eine wilde Flucht hinterliessen 1934 am Ende acht Tote, darunter auch die beiden Täter, die sich selbst im Margarethenpark erschossen. Die Jagd nach den beiden Deutschen wurde schon in Buchform und als Radioreportage inszeniert.

Verkehr und Musik

Laut Mitteilung der Polizei ortet sie den «Hingucker» aber an einem anderen Ort. Bei der deutlich weniger spektakulären Unfallgruppe, die heute Teil der Verkehrspolizei ist. Die Truppe wurde 1937 ins Leben gerufen und hatte anfangs auch noch mit Unfällen zwischen Pferden und Fuhrwerken zu tun. Doch die Ausstellung ist nicht alles, was die Kantonpolizei in ihrem Jubiläumsjahr bieten will. Die alljährlich stattfindende Vereidigungsfeier in der Martinskirche und der ebenfalls im Jahresrhythmus stattfindende «Blaulichttag« auf dem Barfi sollen ebenfalls feierliche Züge tragen. Und auch ein Jubiläumskonzert der Polizeimusik fehlt nicht.

Ausserdem erscheint ein Buch zur Geschichte der Polizei, das letzte dieser Art datiert vom 175. Geburtstag des Korps. Und zu guter Letzt will man sich auch wieder einmal der Bevölkerung ganz stramm präsentieren: Mit einer Parade durch die Innenstadt.