482 angemeldete Einheiten, also 20 mehr als im Vorjahr, werden an der diesjährigen Basler Fasnacht antreten. Diese Erhöhung geht vor allem auf die Zunahme der Kategorie «Gruppen» zurück. Davon werden dieses Jahr nämlich zwölf mehr teilnehmen.

90 Prozent der gemeldeten Einheiten spielen Sujets aus, die sich von lustig bis ernsthaft und nachdenklich erstrecken. Bei den rund 180 erkennbaren Sujets, haben die solche betreffend Weltpolitik und Sorge um den Zustand der Welt mit 32 Einheiten, die dieses Sujet aufgreifen, die Nase vorn. Besonders beliebt: der Brexit. 15 Einheiten wird dieses Sujet beschäftigen. Aber auch regionale Themen kommen nicht zu kurz. So wird von 25 Einheiten die Toleranzzone im Kleinbasel, von 21 die Fasnacht und von 16 der City Bus und allgemein der Tourismus ausgespielt. Gute Sujetlieferanten sind ausserdem die Polizei, die BVB und die Kulinarik. In sportlicher Hinsicht werden am meisten Sujets über die Isländer an der EM aufgegriffen. Auch Jubiläen werden ausgespielt. So zum Beispiel der 100. Geburtstag des Staubsaugers, der 60. Geburtstag des Bravo-Heftchens und eigene Einheits-Jubiläen.

Die Fasnachts-Bibel

Der Auskunftsgeber rund um die Fasnacht, der «Rädäbäng», wird dieses Jahr zum vierten Mal in den Sutter-Filialen zum Preis von acht Franken verkauft. Der Verkauf hat gestern begonnen. Nach den ersten 30 Informationsseiten folgt eine Auflistung aller 482 Cliquen, Guggen, Chaisen, Einzelmasken, Wägen und Gruppen. Zu Cliquenpartnerschaften haben sich sieben Guggen mit sieben Wägen, zehn Alte Garden, zwei Chaisen mit zwei Wägen, sechs Pfeifer- und Tambourengruppen und drei Stammvereine mit drei Wägen zusammengetan.

Kleine Neuerungen gibt es am St. Albangraben, dort gab es im letzten Jahr ein ziemliches Chaos. Nun ist die Planung so ausgelegt, dass zur problematischen Zeit zwischen 15 und 16 Uhr weniger Einheiten diesen Bereich passieren. Neu ist auch, dass es an den traditionellen Comité-Inseln die «Zeedel»-Rollen mit dem «Rädäbäng» im Kombipaket zu kaufen gibt.

Bei den Schnitzelbänken erhalten die «Bebbi Bängg» von zwei «Bangg»-Formationen Zuwachs. Die «VSG 1906» schrumpfen hingegen um zwei Formationen. Die «Basler Schnitzelbangg Gsellschaft» bleibt mit zwölf Bänken unverändert. Bei den «Bängg fir Basel» sind acht Formationen unterwegs, eine pausiert dieses Jahr. Bei den «Comité-Bängg» hat sich auf den Eintrittskarten ein Fehler eingeschlichen: Die Vorstellung wird nicht um 19.30 Uhr, sondern bereits um 19 Uhr beginnen.

Zwei Fasnachtsprojekte des Comités scheinen gut zu laufen: Zum ersten Mal wurde dieses Jahr ein Schnittmusterentwicklungskurs angeboten. Diese Zusammenarbeit zwischen dem Comité und der Berufsfachschule Basel-Stadt war ein «voller Erfolg», wie der ausgebuchte Kurs belegte. Deshalb wird er in zwei Jahren auch wieder stattfinden.

Auch die «Fasnachtskiste», die an den Schulen abgegeben wird, stiess laut Comité-Mitglied Pia Inderbitzin auf gute Reaktionen: Grosszügige Spenden von Piccolos, «Böggli» und Schlegeln führten dazu, dass das Budget um mehr als die Hälfte reduziert werden konnte.

Und zu guter Letzt nutzte Comité-Obmann Christoph Bürgin noch die Gelegenheit, die Werbetrommel für das Drummeli zu rühren, das heute Abend Premiere feiert. Der Vorverkauf der Vorfasnachtsveranstaltung läuft in diesem Jahr nämlich eher schleppend.