«Das kann doch nicht sein! Doch, der Vorverkauf bei den Fasnachtseinheiten ist in diesem Jahr so schlecht wie noch nie.» Mit diesen Worten wandte sich vergangene Woche André Schaad vom Fasnachts-Comité an einige Cliquen. Er versendete ein Email mit dem Aufsatz an die Obmänner, in ihren Cliquen den Ticketkauf für das Drummeli, im Volksmund auch das «Monstre», anzukurbeln.

«Wir waren in den letzten Jahren sehr erfolgsverwöhnt, dieses Jahr läuft es um einiges harziger», sagt Schaad. Insbesondere bei den Aktiven selber, die ein gewisses Kontingent an Tickets erhalten, sei die Nachfrage stark gesunken. Der öffentliche Vorverkauf hingegen bewege sich zahlenmässig im Rahmen der Vorjahre.

Um die Fasnächtler zu mobilisieren, habe das Comité, welches das Drummeli mit über 1300 Aktiven organisiert, zu dieser ungewöhnlichen Massnahme gegriffen. «Das haben wir noch nie gemacht», sagt Schaad, doch sei es ein naheliegender Schritt.

Schliesslich liege es auch im Interesse der teilnehmenden Cliquen, dass sie nicht vor einem halb leeren Saal auftreten müssen. Aktuell sind über 1000 Plätze noch nicht besetzt.

Vielzahl an möglichen Gründen

Über die Gründe für den schleppenden Absatz an Billetts kann Schaad nur spekulieren. «Im vergangenen Jahr gab es mehr Kritik als auch schon», so Schaad. Es sei denkbar, dass dies eine Rolle spiele. Daneben gäbe es aber noch andere Faktoren. So findet dieses Jahr mit den «RämPläm» und dem «Schaabernagg & Lumpepagg» noch einmal zwei Konkurrenzveranstaltungen statt – inzwischen beläuft sich die Zahl der Vorfasnachts-Darbietungen auf über zehn Stück.

Aber auch in der abnehmenden Bereitschaft, sich allgemein im Verein zu engagieren, ortet Schaad einen möglichen Grund für die Ticket-Misere. «Im Comité werden wir dies nach dem Drummeli aber intern noch genauer analysieren.» Im Moment haben die Organisatoren mit der Produktion der diesjährigen Ausgabe alle Hände voll zu tun.

Das Drummeli 2016 feiert am Samstag in einer Woche Premiere und dauert bis zum darauffolgenden Freitag.