Der 2011 eröffnete Technologiepark Stücki im Kleinbasel war von Beginn weg praktisch ausgebucht. Auch die nachfolgende Erweiterung im Jahr 2014 auf 3200 Quadratmeter Fläche war rasch vermietet – die Nachfrage nach bezahlbarem Labor- und Büroraum für Jungunternehmen ist gross. Derzeit sind dort 14 Firmen mit insgesamt 100 Mitarbeitenden domiziliert. Der Technologiepark ist eine Initiative des Kantons Basel-Stadt und erhält von diesem auch Betriebsbeiträge.

Verdoppelung der Fläche

Jetzt wird die Fläche nochmals verdoppelt, ein entsprechender Grossratsbeschluss wurde kürzlich abgesegnet. Bis zum Jahr 2025 werden insgesamt 17,6 Millionen Franken gesprochen, pro Jahr zwischen 1,3 und 2 Millionen. Die Mieten seien zwar marktkonform, aber dennoch nicht kostendeckend, heisst es im Ratschlag. Der Ausbau erfolgt im bestehenden Gebäude, das heute noch nicht voll genutzt ist. Für den Innenausbau erhält der Technologiepark aus dem Finanzvermögen neun Millionen Franken als Darlehen. Es wird dafür ein nicht genannter Zins verrechnet. Die Zahl der Arbeitsplätze dürfte sich bei Vollnutzung auf 200 verdoppeln.

Bereitstellung von Infrastruktur

Neben den auf die Nutzung durch junge Technologieunternehmen zugeschnittenen Büro- und Laborflächen stellt der Technologiepark Basel auch verschiedene Infrastrukturen bereit und bietet Dienstleistungen an. Zu den gemeinsam genutzten Infrastrukturen zählen ein Auditorium, Sitzungszimmer, Seminarräume, Kaffeeküchen, Aufenthaltsbereiche, Drucker und Kopierer sowie ein IT-Netzwerk. Zu den angebotenen Dienstleistungen zählen ein besetzter Empfang, Postservice, Glasfaserinternetzugang sowie die Mitnutzung von Laborgeräten (z.B. Autoklav, Kühlschränke, Stickstofflagerung usw.).

Im Mietpreis enthalten ist der Zugang zu allen gemeinschaftlich genutzten Flächen. Für die Dienstleistungen des Technologieparks Basel wird den Mietern zusätzlich eine Servicepauschale in Rechnung gestellt.

Life-Sciences-Firmen

Ein paar Beispiele von im Technologiepark ansässigen Firmen:

Abba Therapeutics AG entwickelt neuartige Krebstherapeutika für die klinische Immunotherapie.

Allocyte Pharmaceuticals AG entwickelt neuartige Medikamente und Therapien für Krankheiten mit hohen medizinischen Anforderungen.

Avicenna Oncology, Immunos Therapeutics und Inthera entwickeln Arzneimittel zur Bekämpfung von Tumoren.

Polyneuron entwickelt eine neue Wirkstoffklasse und einen vielversprechenden therapeutischen Ansatz für Autoimmunerkrankungen.

Inofea entwickelt innovative nanotechnologische Anwendungen für Enzym-Prozesse und Umweltanalytik.

Spheroidals erforscht Nanomaterialien für medizinische Diagnostik.

Die kleinste Firma beschäftigt zwei Personen im Technologiepark Basel, die grösste 18 Mitarbeitende.

Die Betriebsgesellschaft Technologiepark Basel AG gehört dem Kanton Basel-Stadt, ist steuerbefreit und arbeitet nicht-gewinnorientiert. Organisatorisch ist die Technologiepark Basel AG dem Amt für Wirtschaft und Arbeit zugeordnet, welches auch die drei Mitarbeitenden für den Technologiepark Basel AG stellt (Leitung, Administration, Empfang).