Die Basler Behörden haben laut Polizeisprecher Andreas Knuchel eine Gegendemonstration zur asylkritischen Pegida-Kundgebung genehmigt, die am 3. Februar auf dem Marktplatz geplant ist. Zuerst hatte es danach ausgesehen, dass die Initianten gar keine Erlaubnis einzufordern versuchen. Am Dienstagabend jedoch gaben die jungen Grünen und die Juso bekannt, offiziell eine Bewilligung zu verlangen. 

Auf sozialen Netzwerken wie Facebook kündigen bereits hunderte Personen ihre Teilnahme an der Gegenveranstaltung zum Aufmarsch der Rechten an. Dabei handelt es sich aber nicht um die bewilligte Demo, obwohl sie mit jener den Ort, die Zeit und den Zweck teilt. Wie vor Ort die jeweilige Demo-Zugehörigkeit festgestellt werden soll, bleibt abzuwarten. Schon vergangene Woche war klar, dass die Pegida-Veranstaltung ihrerseits eine Bewilligung besitzt. 

Nachwehen gibt es derweil noch zu einer Pegida-Demonstration von letztem Sonntag in Kandern, 20 Kilometer nördlich von Basel. So ermittelt die deutsche Polizei gegen einen Redner aus Karlsruhe, der bei der Kundgebung zur Bewaffnung aufgerufen hatte, berichtet die «Badische Zeitung».

An dem Anlass hatten 60 bis 80 Personen und 650 Gegendemonstranten teilgenommen. Es kam zu fünf vorläufigen Festnahmen. Gegen den Bürgermeister von Kandern wurde wegen Beihilfe zur Störung einer genehmigten Versammlung Anzeige erstattet. Dieser stellte bereits im Nachzug der ersten Pegida-Demonstration in Kandern vor Weihnachten wegen Zeigens des Hitlergrusses und diffamierender Äusserungen zu Ausländern Strafanzeige. (psc/bro)