Nach der jahrelangen Aufhebung von Parkplätzen bahnt sich eine Trendwende an. Gleich 700 neue Parkplätze will die Basler Regierung nun ermöglichen. So unterstützt diese die Pläne des Universitätsspitals Basel (USB), das «City-Parking» unter dem Spital um 210 Parkplätze auszubauen und dafür im fünften Untergeschoss eine geschützte Operationsstelle aufheben. Eine Analyse habe ergeben, dass beim Parkplatzangebot des USB Handlungsbedarf bestehe, so die Regierung gestern. Sie begrüsse daher die entsprechende Planung des USB.

Ein Vorprojekt habe die Machbarkeit eines Ausbaus des City-Parkings bestätigt, so das USB auf Anfrage. Es sei mit Kosten von rund sechs Millionen Franken zu rechnen. Die Fahrzeuge sollen über bestehende Rampen in das fünfte Untergeschoss einfahren. Die zusätzlichen Parkplätze sollen Patienten sowie Mitarbeitenden vorbehalten sein. Die derzeit im fünften Untergeschoss untergebrachte geschützte Operationsstelle soll ersatzlos gestrichen werden.

Neues Parkhaus beim UKBB

Der Regierungsrat hat gestern zudem das Universitätskinderspital beider Basel (UKBB) ermächtigt, die Realisierung eines Parkings unter dem Tschudi-Park neben dem Spital mit 100 bis 200 Parkplätzen abzuklären. Das UKBB-Parkhaus soll vor allem Eltern und Besuchern zur Verfügung stehen. Derzeit gebe es für das UKBB rund 80 Parkplätze im City-Parking. Diese würden bei täglich weit über 200 Patienten aber bei weitem nicht ausreichen.

Überdies will die Regierung auch möglichst viele Parkplätze auf dem Areal des neuen Campus Schällenmätteli schaffen. Sie lässt deshalb prüfen, wie das im Bebauungsplan vorgesehene Kontingent von 200 Parkplätzen ausgeschöpft werden kann. Bisher seien rund 100 Parkplätze vorgesehen.

Schliesslich hat die Regierung das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) beauftragt, für ein Quartierparking unter dem Landhofareal mit rund 200 Parkplätzen Investoren zu suchen. Sie hat daher die Umgestaltung des Landhofs sistiert, da der Bau des Parkings parallel zur Umgestaltung erfolgen soll.

Kreuzungen werden ausgebaut

Auch gestern beschlossen hat die Basler Regierung die Verbesserung der Verkehrssituation an zwei Kreuzungen im Rahmen der Sanierung der Freiburgerstrasse. Dafür beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat 2,23 Millionen Franken. Die Anschlüsse der Freiburgerstrasse an die Hochbergerstrasse und die Neuhausstrasse sollen ausgebaut und für den Autoverkehr leistungsfähiger gemacht werden.

Zudem sind Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr, für Velofahrer und Fussgänger geplant. An der Einmündung zur Hochbergerstrasse ist der Ausbau der Wartespuren vor der Lichtsignalanlage vorgesehen. An der Kreuzung zur Neuhausstrasse vor dem Zoll Otterbach soll ein Kreisel entstehen. In der Freiburgerstrasse müssen zudem Leitungen, Strassenunterbau und Belag erneuert werden. Kosten soll das alles insgesamt 6,3 Millionen Franken. (SDA/BZ)