Basler Schülerinnen und Schüler respektive ihre Eltern können mitreden, wenn es um den Schulstandort geht. Aber nicht darüber, was für eine Art Unterricht sie wünschen. Das stört einige Grossräte um die Grünliberale Katja Christ.

Sie hat nun eine Motion eingereicht, mit der sie den Regierungsrat zwingen will, diese Wahlmöglichkeit zu schaffen. Christ geht es vor allem um die sogenannten «Plus-Klassen», die auf den drei Standbeinen «Unterricht in Phasen», «individuelle Lernzeit» und «Lerncoaching» ruhen. Daneben gibt es das altersdurchmischte Modell, das Modell mit Lernateliers und so weiter.

Während die Motionäre die Vielfalt begrüssen, sehen sie ein Problem: Nicht an allen Schulstandorten werden alle Unterrichtsmethoden angeboten. Und bei der Wahl der Methode haben Eltern und Schüler nicht die Möglichkeit, ihre Präferenzen anzugeben wie bei den Schulstandorten.

Das sei störend, so Christ und Konsorten, schliesslich habe jedes Kind seine eigenen Stärken, wie es am schnellsten oder besten lernen könne. «Das ist sehr problematisch für die Chancengerechtigkeit, da Entwicklungschancen von Glück oder Pech bei der Standortzuteilung abhängen können», schreibt Christ. (bz)