Die com-il-faut AG in Liestal braucht dringend Geld. Gegen das Unternehmen laufen mehrere Betreibungen, unter anderem wegen nicht geleisteter AHV-Beiträge. Wie der «Schweizerische Beobachter» in seiner jüngsten Ausgabe schreibt, will der Verwaltungsrats-Präsident der Firma, Rolf Kaufmann, für die noch ausstehenden AHV-Beiträge aufkommen.

Er zeigt sich jedoch eher pessimistisch, was den Fortbestand des Verlags mit Sitz an der Kanonengasse im Stedtli angeht. «Wenn wir in den nächsten Tagen keinen Interessenten für eine Übernahme finden», lässt er sich im «Beobachter» zitieren, «ist das Start-up gescheitert.» Es seien weiterhin Verhandlungen am Laufen. Zur bz sagte Kaufmann Anfang März, die Zukunft des Verlags entscheide sich wohl bis Ende Monat; bis dahin müssten neue Investoren gefunden worden sein.

Die com-il-faut AG hat im elektronischen Handelsregister noch immer den Status aktiv. Ebenso ist die Webseite des Unternehmens weiterhin online. Jedoch ist auf dieser schon seit längerer Zeit der Geschäftsführer nicht mehr aufgeführt: Christian Ruetz.

Vorwürfe an Geschäftsführer

Finanzielle Probleme hat der 2015 gegründete Verlag für Fachzeitschriften («Tierisch g’sund», «sfz Fachhändler») schon länger. Die Firmenleitung hat Anfang März die Mitarbeitenden dazu aufgefordert, ihre Firmenschlüssel abzugeben. Ausserdem setzte sie die Belegschaft davon in Kenntnis, dass die Februarlöhne nicht ausbezahlt werden könnten. Schon zuvor war das Personal – rund ein Dutzend festangestellte und freie Mitarbeiter – in die Fasnachts-Zwangsferien geschickt worden.

Kaufmann macht Ruetz im «Beobachter» indirekt den Vorwurf, nicht früh genug über die prekäre wirtschaftliche Situation des Betriebs aufmerksam gemacht zu haben. Kaufmann wird wie folgt zitiert: «Mir wurde seitens der Geschäftsleitung immer versichert, dass alles auf gutem Weg sei.» (bwi)