Nicht einmal ein Jahr ist ins Land gegangen. Am 18. Mai 2014 kassierte Verteidigungsminister Ueli Maurer eine historische Niederlage.

Das Schweizer Stimmvolk lehnte den Kauf des schwedischen Kampfjets Gripen ab. Mit einem Nein-Anteil von 53,4 Prozent. Erstmals hatte die Linke eine Initiative gegen die Armee durchgebracht.

Aber der Vogel scheint den Absturz überlebt zu haben, wie Recherchen der „Schweiz am Sonntag“ zeigen. Der Flieger wird wieder zum Thema.

Bereits arbeiten die Gripen-Lobbyisten daran, der Schweiz den Schweden-Jet doch noch zu verkaufen. Im Lauf der Frühjahrssession in Bern fiel auf, dass immer mehr Politiker und Militärspezialisten wieder vom Gripen reden.

Die Kampfjetfrage werde vielleicht schon in ein oder zwei Jahren wieder aufs Tapet kommen, heisst es hier und dort, und auch der Gripen gehöre wieder zu den Papabili. Am Wirken sind wie schon in der verlorenen Gripen-Abstimmungsschlacht die Lobbyisten des Büros Hirzel.Neef.Schmid, die sich «Die Konsulenten» nennen.

Sie haben erneut ein Mandat des schwedischen Gripen-Herstellers Saab. Aber nur «ein kleines», sagt Jürg Wildberger, der die letzte Kampagne steuerte. Betreut werde es von Partner Hugo Schittenhelm, dem ehemaligen Informationschef von SP-Bundesrat Moritz Leuenberger. (sha)