So erblickten bei der Insel Gruppe AG mit ihren Geburtsabteilungen in Bern und Münsingen bis Ende Dezember nicht weniger als 2313 neue Erdenbürger das Licht der Welt, wie das Unternehmen am Berchtoldstag mitteilte. In Bern war das ein Anstieg um 14 Prozent gegenüber dem Rekordwert vom Vorjahr.

Mehr Babys dank zupackenden Papis?

2014 waren die Geburtszahlen in der Schweiz so hoch wie seit 1992 nicht mehr. Die Entwicklung scheint sich auch 2015 fortzusetzen: So wies beispielsweise das Universitätsspital Basel so hohe Geburtszahlen aus wie seit 1972 nicht mehr. Dieser Trend ist einzigartig in Europa, wie das Bundesamt für Statistik bestätigt. Was aber sind die Ursachen für die steigenden Geburtszahlen? Vor allem das Bevölkerungswachstum, meinen die einen. Denn: Die Geburtenziffer blieb über die letzten Jahre konstant bei 1,5 Kindern pro Frau (rund 2,1 wären nötig, damit die Bevölkerung ohne Zuwanderung nicht schrumpft). Dem widerspricht Daniel Surbek, Berner Chefarzt der Geburtshilfe. Gegenüber «20 Minuten» sagt er: «Wir beobachten eher eine Geburtenzunahme bei den Schweizerinnen.» Er erklärt sich dies in erster Linie mit verbesserten Rahmenbedingungen. «Kitas, Teilzeitarbeit und vor allem auch Männer, die zupacken wollen, sind hier ausschlaggebend.» (nch)

Zudem gab es in der Frauenklinik Bern mit 118 Zwillings- und elf Drillingsgeburten einen neuen Mehrlingsrekord. Das Spital Thun meldete 1077 Geburten und damit den Höchststand seit Beginn der statistischen Erfassung 1969.

Im Universitätsspital Basel kamen 2015 so viele Babys zur Welt, wie seit 43 Jahren nicht mehr. Es waren 2519 Geburten und damit etwa sieben im Tag. Die Höchstzahl waren 16 am 11. August. Insgesamt gab es 97 mal Zwillinge und dreimal Drillinge. Leicht rückläufig war die Zahl der Kaiserschnitte, ihr Anteil sank von 37 auf 36 Prozent.

Durchschnittlich verbrachten die Mütter mit ihren Babys 4,1 Tage im Spital. 211 Neugeborene mussten in der Neonatologie betreut werden, ein Anteil von acht Prozent. Die Geburten in Basel nehmen gemäss Mitteilung seit 1993 kontinuierlich zu. Das Unispital baute darum Abteilung und Personal aus.

Im Genfer Universitätsspital (HUG) erblickten 4142 Kinder das Licht der Welt, nach Klinikangaben ein neuer Rekord. Auch in Genf wurden die Kapazitäten wegen des Geburtenwachstums ausgebaut.

Das Neujahrsbaby im Berner Inselspital kam um 3.43 Uhr auf die Welt: Es ist ein Mädchen, 2870 Gramm schwer und 49 Zentimeter gross.

Das Neujahrsbaby im Berner Inselspital kam um 3.43 Uhr auf die Welt: Es ist ein Mädchen, 2870 Gramm schwer und 49 Zentimeter gross.

Das Bürgerspital Solothurn und das Kantonsspital Olten verzeichneten einen Kindersegen wie noch nie seit 2006. Die Zahl stieg um sieben Prozent auf 1365 Babys. Damit setze sich der Trend zu wieder grösseren Familien fort, schreiben die Spitäler. Die "Durchschnittsmutter" sei nach wie vor um die 30 Jahre alt.

Auch die diversen Kliniken der Hirslanden Gruppe im Land meldeten zahlreiche Geburten. Landesweit begrüssten sie 6210 neue Erdenbürger. Die Hirslanden-Kliniken erhoben auch gleich noch die beliebtesten Vornamen. Bei den Mädchen schwangen Elena, Mia, Anna und Sophie obenauf. Die neugeborenen Knaben heissen am häufigsten Liam, Ben und Dario.

Das Spital Uster ZH meldet Aaron, Luca und Sofia als häufigste Babynamen. Insgesamt kamen dort 934 Kinder zur Welt, fast sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Wie schon 2014 waren es mit 488 mehr Buben als Mädchen (446). Am meisten Kinder kamen mit 92 im Mai zur Welt, am wenigsten mit 60 im November. Auch ein Christkind gab es in Uster: Am Weihnachtsabend wurde ein Mädchen geboren.