Bahnt sich da eine Überraschung an? Gut möglich. Denn gemäss «Nordwestschweiz»-Informationen sind die Chancen gross, dass der FC Basel am Donnerstag im Hinspiel der Europa-League-Achtelfinals gegen den Titelverteidiger FC Sevilla auf Birkir Bjarnason zurückgreifen kann. Und dies nur zwei Wochen, nachdem sich der Isländer beim 2:1 gegen Saint-Etienne einen Mittelhandbruch zuzog und operiert werden musste.

Sollte Bjarnason tatsächlich im Kader stehen, würde das die angespannte Personalsituation etwas entspannen. Gerade in der Offensive, wo mit Andraz Sporar, Jean-Paul Boëtius (beide verletzt) und Breel Embolo (gesperrt) gegen die Spanier drei gewichtige Spieler mit Sicherheit ausfallen. Mit Bjarnason hätte Fischer auf der Ersatzbank zumindest eine Alternative für die vier Offensiv-Positionen in der Hinterhand.

Neben den erwähnten Absenzen wird morgen auch Innenverteidiger Manuel Akanji nicht im FCB-Kader stehen: Der 20-jährige Winterthurer zog sich am Wochenende im Training einen Kreuzbandriss zu und kehrt erst nächste Saison in die Mannschaft zurück. Zur brenzligen Personalsituation kommt dazu, dass drei FCB-Profis vorbelastet ins Hinspiel gegen das favorisierte Sevilla gehen: Sieht einer aus dem Trio Walter Samuel, Taulant Xhaka und Marc Janko morgen eine gelbe Karte, wäre er im Rückspiel nächste Woche gesperrt.

Was macht da den FCB-Fans noch Hoffnung? Vielleicht die Tatsache, dass der FC Sevilla in dieser Saison weder in der spanischen Meisterschaft noch im Europacup einen Auswärtssieg landen konnte. Nicht verlieren – das wäre ein Ergebnis, das sie beim FCB im morgigen Hinspiel akzeptieren würden. Denn: Nächste Woche mit einer realistischen Chance auf die Viertelfinal-Qualifikation im Gepäck nach Spanien zu reisen, ist aus Basler Sicht das Ziel für das Hinspiel. Man kann es auch so sagen: Eine solche Ausgangslage alleine wäre für den FCB schon ein Erfolg – egal, wie dann das Verdikt im Rückspiel lautet.