Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (Sust) hat wegen zwei Vorfällen am Zürcher Himmel Untersuchungen eingeleitet: In den vergangenen Wochen kamen sich zwei Mal Flugzeuge zu nahe. Noch ist unklar, wessen Fehler die unterschrittene Mindestdistanz war.

Der erste Vorfall ereignete sich am 22. März: Ein Jumbolino und ein Airbus 333 - beide von der Fluggesellschaft Swiss - kamen sich rund sieben Kilometer von Zürich entfernt zu nahe. Beide waren in Zürich gestartet.

Zum zweiten Mal heikel wurde es nur wenige Wochen später, am 12. April. Hier unterschritten eine Maschine der Portugiesischen Fluggesellschaft TAP und ein Flugzeug der Ryanair die Mindestdistanzen. Die beiden Maschinen flogen auf sich kreuzenden Routen und kamen sich im Steigflug zu nahe.

Mindestabstand 9 Kilometer

In der Horizontalen dürfen sich Flugzeuge nicht näher als 9 Kilometer kommen, in der Vertikalen beträgt die Mindestdistanz 300 Meter. Ein Sprecher der skyguide bestätigte auf Anfrage der sda eine Meldung von Tagesanzeiger.ch/Newsnet, gemäss der die Sust in beiden Fällen eine Untersuchung einleitete.

Wo der Fehler liege, werde die Untersuchung zeigen, sagte der Sprecher. Möglich sei, dass die Piloten einen Fehler gemacht hätten. Aber auch ein Fehler der Flugsicherung skyguide oder ein technisches Problem seien denkbar.