Gemeindefinanzen

129 der 220 Aargauer Gemeinden stehen in der Kreide

Die finanzielle Lage der Gemeinden beurteilt das Departement für Finanzen nach wie vor als gut

Die finanzielle Lage der Gemeinden beurteilt das Departement für Finanzen nach wie vor als gut

Die Gemeinden weisen eine Nettoschuld von total 480 Millionen Franken oder 1291 Franken pro Einwohner aus. 91 Gemeinden verfügten über keine Schulden, sondern teilweise über Vermögen.

Für die Verzinsung der Schulden mussten die 129 Gemeinden mit rund 8,6 Millionen Franken leicht tiefer in die Taschen greifen als im Vorjahr, wie aus der am Montag veröffentlichten Gemeindefinanzstatistik hervorgeht.

Finanzielle Lage nach wie vor gut

Im Durchschnitt aller Einwohnergemeinden ergibt sich bei den Schulden daher folgendes Bild: Die Nettoschulden sanken 2010 im Vergleich zum Vorjahr um rund 64 Prozent auf 38 Millionen Franken. Das entspricht einer Schuld von 62 Franken pro Einwohner.

Die finanzielle Lage der Gemeinden könne nach wie vor als gut beurteilt werden, hält das Departement Finanzen und Ressourcen (DFR) fest.

Weniger Steuereinnahmen

Der Steuerertrag der Gemeinden (mitsamt Finanzausgleich) ging 2010 wie bereits im Vorjahr zurück. Er reduzierte sich um 1,5 Prozent auf 1'541 Millionen Franken. Die Gründe sind Mindereinnahmen bei den Steuererträgen juristischer Personen und beim Finanzausgleich.

Das Investitionsvolumen (Nettoinvestition) der Gemeinden betrug 183 Millionen Franken - 82 Millionen Franken tiefer als im Vorjahr. Im Rechnungsjahr 2010 richtete der Kanton an vier Gemeinden so genannte Entschuldungsbeiträge in der Höhe von 29 Millionen Franken aus.

Gesamtaufwand von 4114 Franken pro Einwohner

Der Nettoaufwand aller 220 Gemeinden erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf rund 1'301 Millionen Franken. Mit Berücksichtigung von Passivzinsen, Abschreibungen, Finanzausgleich und Ertragsüberschüssen erreichte der Gesamtaufwand 2'520 Millionen Franken oder 4'114 Franken pro Einwohner. (sda)

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