Coronavirus

Die erste Badi in Aarau hat wieder offen: Wer ins Wasser will, braucht allerdings viel Geduld

René Hächler und Daniel Müller (v.l.) neben dem Becken, in dem seit gestern jeweils 20 Schwimmer sein dürfen. Bild: uhg

René Hächler und Daniel Müller (v.l.) neben dem Becken, in dem seit gestern jeweils 20 Schwimmer sein dürfen. Bild: uhg

In Aarau kann man wieder baden gehen. Weil aber nur 20 Leute gleichzeitig ins Wasser dürfen, gibt es lange Schlangen. Echte Schwimmer schreckt das natürlich nicht ab.

Das Schwimmbad Schachen in der Kantonshauptstadt ist das Erste, in dem auch der Otto Normalverbraucher (ohne Vereinsmitgliedschaft) ins Wasser steigen kann. Allerdings sind die Plätze im Becken noch sehr beschränkt – und ausschliesslich für Schwimmer. Es dürfen nur 20 Personen gleichzeitig rein. Eine Extra-Aufsicht überwacht, dass es nicht mehr sind. Gestern führte dies zu längeren Wartezeiten vor der Kasse. Denn wenn 25 Personen auf dem Areal sind, lässt Badmeister René Hächler die Türe schliessen.

Trotz strenger Regeln ist der Andrang in der Badi Aarau gross

Trotz strenger Regeln ist der Andrang in der Badi Aarau gross

Am Freitag wurde im Aarauer Schachen die Badi-Saison eröffnet. Es gelten allerdings strikte Vorschriften. Es sind nur wenige Personen im Freibad zugelassen und das Sonnenbaden auf der Liegewiese ist nicht gestattet.

Ab 8. Juni dürfen nur 920 statt 3500 Personen rein

Der Rasen der Liegewiesen ist so schön wie kaum je zu dieser Jahreszeit. Aber noch darf er nicht benutzt werden. Das ist frühestens ab dem 8. Juni möglich. Bis zu 920 Badegäste werden sich ab dann im Aarauer Freibad Schachen aufhalten dürfen. In normalen Zeiten sind es an Spitzentagen bis zu 3500.

Jetzt gilt coronabedingt der Grundsatz: eine Person pro zehn Quadratmeter, ob Wasser oder Liegefläche. Ein online einsehbares Zählsystem wird ab dem 8. Juni in Echtzeit angeben, wie viele freie Plätze im Freibad gerade zur Verfügung stehen. Vor Ort wird auf grossen Tafeln die Maximalkapazität der einzelnen Wiesen festgehalten. Man habe sich überlegt, ob man auf dem Rasen die 10 Quadratmeter aufzeichnen solle, dann aber davon abgesehen, erklärte Daniel Müller, Chef Abteilung Liegenschaften und Betriebe der Stadt Aarau. «Die Bademeister werden kontrollieren, ob die Schutzmassnahmen eingehalten werden.» Also etwa der 2-Meter-Abstand. Oder die Gruppengrösse – falls sie nach dem 8. Juni denn immer noch gilt.

Für die Kontrolle der Liegewiesen werde es zusätzliches Personal brauchen. Nach aktuellem Wissensstand können Grippe- und Coronaviren nicht über das Badewasser übertragen werden. Das Virus habe eine empfindliche Hülle, die durch die Desinfektionsmittel im Wasser offenbar zerstört werde, sagen Experten wie Daniel Koch. «Wir basieren unseren Entscheid auf die Vorgaben des Bundes und gehen davon aus, dass keine Gefahr besteht», erklärte Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker.

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