Turnfest Aarau

Es werde Licht und laut: Aarauer Firma sorgt für Ton und Beleuchtung

Smartec-Chef Marc Probst vor dem Herzstück des Turnfests.

Smartec-Chef Marc Probst vor dem Herzstück des Turnfests.

Für die Smartec Veranstaltungstechnik AG ist das Eidgenössische Turnfest ein Heimspiel.

Zehntausende Turner reisen für das Eidgenössische Turnfest nach Aarau. Für die Smartec Veranstaltungstechnik AG ist das Eidgenössische Turnfest ein Heimspiel. Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Telli beschäftigt rund 55 Personen und ist am Eidgenössischen für Beleuchtung und Ton zuständig, zudem ist Smartec Organisations-Co-Partner. Eine Riesenaufgabe.

«Wir haben zirka 135 Tonnen Material auf das Gelände gebracht», sagt Marc Probst, Geschäftsführer von Smartec. Das seien ungefähr 700 Kubikmeter Equipment. «Einen Grossanlass wie das Eidgenössische Turnfest kann man nur machen, wenn man einen genug grossen und modernen Materialpark hat.» Den hat die Smartec, trotzdem musste sie noch Material zumieten, um alle 43 Produktionsstandorte des Eidgenössische Turnfestzu versorgen. Der Juni ist ein strenger Monat mit vielen Veranstaltungen. Die Smartec hat ihren wiederkehrenden Events wie etwa der Lenzburgiade wegen des Turnfests keinen Korb gegeben.

Für Smartec einmalig

Die Planung für das Turnfest habe bei der Smartec bereits vor 1½ Jahren angefangen. Technisch gesehen gebe es vergleichbare Anlässe. Von der Dimension – Fläche und Materialschlacht – her dürfte das Turnfest für die Smartec einmalig sein. «Jede Veranstaltung hat ihre eigenen Herausforderungen», sagt Marc Probst. An einer Business-Veranstaltung sei wichtig, dass die technischen Geräte möglichst gut versteckt sind.

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Am Eidgenössischen ist die Turnfestarena im Schachen das Herzstück. Die flächenmässig grösste Bühne, die von Smartec je bedient wurde. «So eine Bühne gibt es nur am Turnfest», sagt Probst. Hier seien Ton und Licht anspruchsvoll. Aber die anderen Standorte sind genauso wichtig wie die Hauptbühne. Von Biberstein bis Buchs muss jeder Scheinwerfer leuchten und jeder Lautsprecher schallen. Probst steht auf der Tribüne vor der Hauptbühne, wo junge Frauen Gymnastik vorführen. «Wenn hier die Musik ausfallen würde, wäre das eine Katastrophe.» Am Horizont lauern dunkle Wolken. «Zudem ist wichtig, dass alles wetterfest ist.» Ein Pikettdienst von drei Personen ist rund um die Uhr erreichbar, sie sind Teil eines 25-köpfigen Teams, das von Smartec für das ETF zuständig ist. Beim Auf- und Abbau sind insgesamt 50 Personen dabei, plus Helfer.

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Die Schlussfeier stand ganz im Zeichen der sportlichen Spitzenleistungen – und solche wurden live geboten. Jene Vereine, die in ihrer Kategorie die Höchstnote erreichten, führten ihre einstudierten Choreografien auf der Festbühne noch einmal auf. (15.6.2019)

Mit dem Ende des Turnfests ist die Arbeit jedoch noch lange nicht vorbei. Alle Geräte müssen möglichst schnell überprüft und geputzt werden. «Das Turnfest ist eine intensive Zeit», sagt Probst. Die Smartec habe sich auf das Heimspiel gefreut. Aber Probst ist auch froh, wenn alles erfolgreich zu Ende geht. Doch vorher muss noch einiges über die Bühne.

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