Küttigen/Erlinsbach
Maja Riniker neu im Bank-Verwaltungsrat

Die Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach (CKE) wirtschaftete letztes Jahr erfolgreich. Und im Verwaltungsrat sitzt neu eine Suhrerin.

Hermann Rauber
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Maja Riniker

Maja Riniker

Jiri Reiner

Liesse sich die Zufriedenheit der Aktionäre an der Anzahl der Wortmeldungen messen, so müssten die Eigentümer der Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach (CKE) geradezu euphorisch sein. Ohne Diskussion und einhellig genehmigten nämlich die 524 Stimmberechtigten an der 182. Generalversammlung die statutarischen Traktanden.

In absoluter Minne über die Bühne ging zudem die fällige Wahl des Verwaltungsrates mit Daniel Heller, Erlinsbach, an der Spitze. Für drei weitere Jahre bestätigt wurden auch die bisherigen Mandatsträger Andreas Fuchs, Küttigen, Vizepräsident, Bernhard Schwaller, Küttigen, René Hert, Küttigen, Rudolf Roth, Erlinsbach, und Florian Studer, Lostorf. Verabschiedet wurde Hans Ulrich Blattner, ein «Urspeuzer» und Landwirt auf dem Trottenhof, der sein Amt in der CKE nach 13 Jahren abgibt.

Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde die 37-jährige Maja Riniker aus Suhr, die über einschlägige Berufserfahrung im Bankenwesen verfügt und für die FDP im Grossen Rat sitzt.

Neue Filiale verbesserte Bilanz

Daniel Heller betonte, dass «die Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken darf», mit Blick auf das «anspruchsvolle Umfeld keine Selbstverständlichkeit». Nicht zuletzt dank der neuen Filiale in Lostorf konnte die Bilanzsumme um knapp 38 auf neu 561 Millionen Franken gesteigert werden. Und mit 3,27 Mio. Franken liegt der Bruttogewinn deutlich über dem Vorjahr.

Bankleiter Hansjörg Gloor sprach denn auch von einem «gesunden Wachstum», das auf einer «traditionell risikoorientierten Geschäftspolitik unter Einhaltung der intern strengen Richtlinien» beruhe. Kerngeschäft der Regionalbank bleibt das Kreditwesen, der daraus resultierende Nettoerfolg im Zinsengeschäft macht mit 80 Prozent den Hauptteil des Betriebsertrages aus.

Kleine im Schatten der Grossen

Mit Sorge blickte Daniel Heller auf die zunehmende «Bürokratisierung und Überreglementierung» im Bankenwesen. Was die «Grossen» verbockt hätten, treffe nun die «Kleinen». Statt einem «Paragrafendschungel» forderte der Präsident «mehr Eigenverantwortung» und eine «Regulierungsbremse».

Nicht zu bremsen waren im zweiten Teil des Abends die Aktionärinnen und Aktionäre, die sich die unveränderte Dividende von 23 Prozent mit dem traditionellen «Bankmöhli» versüssten. An den Tischen genoss männiglich den Aargauerbraten und die Kirschrahmtorte aus der Küche des Aarauer «Schützen» und stiess mit Küttiger Wein aus der Trotte von Peter Wehrli an, während der Tambourenverein Erlinsbach für den rassigen Takt sorgte.