Küttigen
Mit Rettungswinde: Rega birgt Skifahrerin am Benkerjoch

Die Verunfallte wurde von der Schweizerischen Rettungsflugwacht aus unwegsamem Gelände gerettet und ins Spital geflogen. Sie hat mittelschwere Verletzungen erlitten.

Nadja Rohner
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Rega-Einsatz am Benkerjoch
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Rega-Einsatz am Benkerjoch
Rega-Einsatz am Benkerjoch

Rega-Einsatz am Benkerjoch

Jean-Pierre Mathys/Leserreporter

Dass die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega verunglückte Skifahrer bergen muss, ist an sich nichts Spezielles. Dass dies im Aargau geschieht, kommt allerdings höchst selten vor. Die Schneemassen vom Wochenende haben jedoch gemäss einem Leserreporter zu einem solchen Einsatz in Küttigen geführt. «Die Crew der Rega-Basis Basel stand am Sonntagnachmittag für eine verunfallte Skifahrerin am Benkerjoch im Einsatz», bestätigt Rega-Sprecherin Corina Zellweger. «Nachdem der Rega-Notarzt die Patientin vor Ort medizinisch erstversorgt hatte, wurde sie mit mittelschweren Verletzungen mittels Rettungswinde aus dem steilen, unwegsamen Gelände geflogen und ins nächste geeignete Spital transportiert.»

Immer dann, wenn ein Rega-Helikopter nicht beim Patienten landen könne, komme die Rettungswinde zum Einsatz, so die Sprecherin weiter. «Dieses moderne Hightech-Gerät mit einer Seillänge bis zu 90 Metern ist für zwei Personen ausgelegt. Der Rega-Rettungssanitäter agiert gleichzeitig als Windenoperateur: An der offenen Seitentür steuert er über eine Fernbedienung die Rettungswinde, an der er den Rega-Notarzt oder einen Bergretter zum Patienten herunterlässt.»

Obschon die Rettungswinde im Gebirge häufiger zum Einsatz komme als im Mittelland, sind laut der Rega-Sprecherin schweizweit alle Rega-Helikopter mit einer Rettungswinde ausgerüstet. «Die Rega-Crews trainieren den Einsatz mit der Rettungswinde regelmässig am Tag und in der Nacht.»

Im Einsatz stand auch die Feuerwehr Küttigen sowie eine Ambulanz.

Mehrbelastung für Spitäler – aber keine Überlastung

Der viele Schnee hat die Menschen auf die Piste getrieben. Aber auch die vereisten Strassen führten zu mehr Stürzen. Das hat das Kantonsspital Baden direkt zu spüren bekommen: Es behandelte am Samstag 29 Patienten, die gestürzt waren. An einem normalen Tag sind es um die 20.

Die Menschen haben sich mehrheitlich Brüche zugezogen. Darunter waren Schenkelhalsbrüche, Sprunggelenkverletzungen oder auch Speichenbrüche. Weiter behandelte das KSB einen Mann, der sich an einer Schneefräse geschnitten hatte sowie zwei verunfallte Snowboarder. Trotz dieser Mehrbelastung und Corona: Auf den Notfallstationen sei man nicht an die Kapazitätsgrenzen gestossen, sagt KSB-Sprecher Omar Gisler. Verunfallte Personen aus anderen Kantonen hat das KSB keine aufgenommen.