Entwicklung

Aargau soll zur führenden Hightech-Region werden

Am Paul Scherrer Institut wird bereits geforscht. der Regierungsrat will den Aargau als Hightech-Standort noch mehr stärken und verankern.

Der Regierungsrat will mit dem Programm «Hightech Aargau» in die Zukunft des Kantons investieren und den Aargau als Hightech-Standort positionieren. Insgesamt sollen in den nächsten vier Jahren über 38 Millionen Franken investiert werden.

Der Kanton Aargau will sich langfristig als Hightech- Standort positionieren. Der Regierungsrat will diese Entwicklung mit dem Förderprogramm «Hightech Aargau» anstossen. Für die Jahre 2012 bis 2016 will der Aargau dafür 38,2 Millionen Franken investieren.

«Hightech Aargau» solle die Wertschöpfung der Aargauer Unternehmen langfristig steigern, sagte der Aargauer Landammann Urs Hofmann am Dienstag vor den Medien in Brugg. Die exportausgerichtete Industrie habe nur eine Zukunft, wenn sie ihrer Konkurrenz eine Nasenspitze voraus bleibe.

Aktiv mitgestalten

In das Förderprogramm seien auch bedeutende Elemente des Masterplans Cleantech des Bundes aufgenommen worden, sagte Hofmann. Der Aargau wolle die Neuausrichtung der schweizerischen Energiepolitk aktiv mitgestalten. Bei der Medienkonferenz war der gesamte Aargauer Regierungsrat anwesend.

Ein Hightech-Zentrum soll klein- und mittelgrosse Unternehmen bei Innovationen unterstützen und den Wissensaustausch in der Nano- und Elektrotechnologie fördern. Der Kanton will für das Zentrum 27,7 Millionen Franken aufwenden.

Dieser Betrag solle von der Aargauer Wirtschaft verdoppelt werden, sagte Finanzdirektor Roland Brogli. Zudem werde der Aargauer Forschungsfonds auf 1,2 Millionen Franken aufgestockt. Auch die Aargauische Kantonalbank habe ihre Startup-Finanzierung bereits von zwei auf zehn Millionen Franken erhöht, sagte Brogli.

Hightech-Region und Grundlagenforschung

Zudem soll eine Hightech-Region entstehen, die Grundstücke sicherstellen und neue Unternehmen ansiedeln soll. Mögliche Standorte sind das Birrfeld in der Nähe von Brugg oder das Sisslerfeld im Fricktal. Die Hightech-Region richtet sich an etablierte Unternehmen, die wachsen wollen.

Schliesslich soll die Grundlagenforschung unterstützt werden. Das Paul Scherrer Institut PSI erhält für seinen neuen Freie-Elektronen- Röntgenlaser (SwissFEL) über fünf Jahre verteilt 30 Millionen Franken aus dem Swisslos-Fonds.

Die Initiative geht nun bis Anfang Oktober in die Anhörung. Danach entscheidet der Grosse Rat über das Förderprogramm. Von den Aargauer Parteien wurde «Hightech Aargau» am Dienstag in ersten Stellungnahmen begrüsst.

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