Regierungsrat

Aargauer Regierung ist gegen Volksinitiative für Treibjagd-Verbot

«Jagen ohne tierquälerisches Treiben» würde laut dem Aargauer Regierungsrat eine tierschonende und effiziente Regulierung der Wildbestände erschweren

«Jagen ohne tierquälerisches Treiben» würde laut dem Aargauer Regierungsrat eine tierschonende und effiziente Regulierung der Wildbestände erschweren

Der Aargauer Regierungsrat lehnt die von Tierschützern eingereichte Volksinitiative zum Verbot der Treibjagd ab. Das Begehren bringe unnötige Einschränkungen für die Jagd und bewirke keinerlei Verbesserungen.

Die Volksinitiative «Jagen ohne tierquälerisches Treiben» würde eine tierschonende und effiziente Regulierung der Wildbestände erschweren, heisst es in der am Freitag veröffentlichten Botschaft an das Kantonsparlament.

Das Begehren würde laut Regierungsrat den Jägern die Kompetenzen entziehen. Die Jägerschaft nehme jedoch eine wichtige Aufgabe für gesunde, dem Lebensraum angepasste Wildtierbestände wahr.

Die Initiative gefährde auch das Ziel, die Schäden im Wald, an landwirtschaftlichen Kulturen und Nutztieren auf ein tragbares Mass zu reduzieren. Der Aargau verfüge mit dem Jagdgesetz von 2009 über eine zeitgemässe rechtliche Grundlage.

Volk sagte 2005 Nein

Im Oktober hatten die Tierschützer das Volksbegehren mit 3341 gültigen Unterschriften bei der Staatskanzlei Aargau eingereicht. Das Hetzen der Wildtiere sei «tierquälerisch, unethisch sowie unnötig», hält der Verein zum Schutz der bedrohten Wildtiere fest.

Das kantonale Jagdgesetz solle so geändert werden, dass die Treibjagd durch «Hunde, Menschen und Hilfsmittel aller Art» untersagt werde.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hatten im November 2005 eine gleichlautende Volksinitiative mit einer Nein-Mehrheit von 63,8 Prozent abgelehnt.

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