Endlager-Debatte

Auch in diesen Gemeinden führt die Nagra Messungen durch

Dieses evaluiert Standorte für potenzielle Endlager der Nagra. Auch rund um Birmenstorf sind seismische Messungen im Gang.

Ein Vibrationsmessfahrzeug in einem Wald bei Untersiggenthal AG

Dieses evaluiert Standorte für potenzielle Endlager der Nagra. Auch rund um Birmenstorf sind seismische Messungen im Gang.

Bekanntlich sind Kölliken, Däniken und Suhr eventuelle mögliche Standorte für ein Endlager der Nagra. Aber auch rund um die Gemeinde Birmenstorf wird eifrig gebohrt.

Wer derzeit im Gebiet Oberhard, Altrütenen, im Biremoos oder auch am Bernerweg unterwegs ist, dem fallen die zahlreich eingeschlagenen Holzpflöcke auf. Was dahinter steckt, wurde heute durch die Gemeindeklanzlei Birmenstorf enthüllt: Mit diesen sind die Messlinien für die bevorstehenden seismischen Messungen gekennzeichnet.

Die Standortkantone von möglichen Tiefenlagern zur Entsorgung von radioaktiven Abfälle der Schweiz haben im Juni 2010 eine bessere Vergleichbarkeit der vorgeschlagenen Untersuchungsgebiete gefordert. «Deshalb führt die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) auch auf unserem Gemeindegebiet solche Messungen durch. Dabei wird mit leichten, künstlich erzeugten Vibrationen der Untergrund erforscht und abgebildet», sagt der Birmenstorfer Gemeindeschreiber Stefan Krucker.

Ziel sei es, zusätzliche Erkenntnisse über die geologischen Strukturen des Untergrunds zu gewinnen. Die Messungen finden in den beiden Standortregionen Jura Ost und Nördlich Lägern statt. Die Messlinien gehen in Birmenstorf über die eigentlichen Kerngebiete hinaus, um auch die angrenzende Gesteinsgeometrie erfassen zu können. Die Messungen werden bis ca. Ende Februar 2012 durchgeführt. (cls)

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