Es ist Pausenzeit in Baden – 12 Uhr mittags –, als in der Empfangshalle des Gebäudes des Badener Tagblatts ein kleines Durcheinander entsteht: Drei verschiedene Pizzalieferanten aus der Umgebung treffen an diesem Mittag aufeinander.

Alle sind sichtlich überrascht, den jeweils anderen zu sehen. «Was machst denn du da?», fragt der eine, «oh mein Gott, da kommt die Konkurrenz», der andere. Kurz darauf verlässt ein vierter Pizzalieferant nach getaner Arbeit das Gebäude, während im gleichen Moment ein nächster durch die Drehtür hineinspaziert – es herrscht grosse Verwirrung; das Chaos ist perfekt.

Verwirrung am Empfang: Die Pizza-Kuriere geben sich die Klinke in die Hand.

Verwirrung am Empfang: Die Pizza-Kuriere geben sich die Klinke in die Hand.



Grund dieser amüsanten Szene ist – wie schnell aufgeklärt wird – ein Pizzatest der Redaktion des Badener Tagblatts. Immer wieder bestellen die Lokal-Redaktoren Pizza. Aber nicht nur sie: Wenn es über den Mittag schnell gehen muss, man faul zu Hause auf dem Sofa liegt, oder einfach gerade keine Lust hat, etwas zu kochen, dann ist der Fall klar: Man greift zum Telefon und wählt die Nummer des nächsten Pizzalieferanten.

Acht verschiedene Pizzen

In Baden und der näheren Umgebung gibt es von solchen Lieferdiensten viele. Deshalb ist die Wahl oft gar nicht so einfach: «Pizza Blitz», «Trulli» oder doch lieber «Subito»? Oft greift man auf Empfehlungen von Freunden zurück oder bestellt einfach aus Gewohnheit immer am selben Ort.

Doch wie gut sind die einzelnen Pizzalieferanten hier wirklich? Wie sieht es mit der Qualität aus, was kann man vom Geschmack der Pizzen erwarten? Und sind die Lieferanten auch pünktlich, um möglichst schnell unseren grossen Pizza-Hunger zu stillen?
Das Badener Tagblatt hat dies getestet und sich an einem Montagmittag von verschiedenen Pizza-Anbietern beliefern lassen.

Das Vorgehen: Es wurde bei acht verschiedenen Pizzalieferdiensten bestellt – immer Pizza Prosciutto. Geliefert werden sollten diese pünktlich, um 12 Uhr.

Lieferanten waren pünktlich

Eines vorweg: Mehr oder weniger pünktlich waren alle Lieferanten. Vor allem in Berücksichtigung auf die Distanz, die von einigen zurückgelegt werden musste. Acht Minuten zu früh und vier Minuten zu spät waren die grössten Abweichungen der gewünschten Zeit.

Nach der Entgegennahme der Pizzen ging es ans Eingemachte: Die Redaktionsmitglieder des Badener Tagblatts konnten je zehn Punkte für Geschmack, Konsistenz und Aussehen der Pizzen verteilen. Dabei wurde speziell auf die Würzung, den Teig und – da die Testpizzen ja allesamt Prosciutto waren – auf den Schinken geachtet.

Am Schluss wurden die Punkte in den einzelnen Kategorien zusammengezählt. Das ergab jeweils die Endpunkte in den einzelnen Kategorien. Diese wurden wiederum zusammengezählt und von dem Ergebnis der Durchschnitt errechnet. Dies ergab schliesslich die Endnote.

Verschiedene Geschmäcker

Die Auswertung der Punkte für die einzelnen Pizzen führte zu einigen Diskussionen auf der Badener Redaktion. So gab es bei jeder Pizza mindestens eine Person, die komplett anderer Meinung war als die anderen.

Nach der Auswertung konnte auch festgestellt werden, dass sich die Preise der einzelnen Pizzen im richtigen Verhältnis zur Qualität bewegen. Zum Schluss war aber vor allem eines ganz klar: Die Geschmäcker sind von Mensch zu Mensch ganz verschieden. Mag es eine Person eher würzig, ist es dem anderen bereits zu viel des Guten.

Für den Ersten soll die Pizza mit möglichst viel Schinken belegt sein, für den Zweiten eher mit wenig, dafür sollen aber die einzelnen Schinkenstücke schön gross sein und der Dritte will etwas ganz anderes.

In einem Punkt waren aber alle derselben Meinung: Liebe Badener Pizza-Bäcker, da geht noch was!

Die Pizzen-Rangliste