Oberrohrdorf
Alte Mülldeponie im Wald muss genauer untersucht werden

Der Kanton hat zwei alte Ablagerungsstandorte untersucht. Die ehemalige Deponie Postengatter/Sorchen muss genauer untersucht werden.

Von Erna Jonsdottir
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Im Wald in Oberentfelden befindet sich die Deponie Postengatter/Sorchen. Ab 1947 entsorgte die Gemeinde dort rund 30 Jahre lang den Hauskehricht. (Symbolbild)

Im Wald in Oberentfelden befindet sich die Deponie Postengatter/Sorchen. Ab 1947 entsorgte die Gemeinde dort rund 30 Jahre lang den Hauskehricht. (Symbolbild)

Keystone

50 Meter von der Waldhütte in Oberrohrdorf entfernt, befindet sich die ehemalige Deponie Postengatter/Sorchen. Auf der Grube, die vor mehreren Jahrzehnten durch den Abbau von Kies entstanden ist, wachsen Sträucher und Bäume. Was dort unter der Erde ruht, kann nur erahnt werden. Denn ab 1947 entsorgte die Gemeinde dort rund 30 Jahre lang den Oberrohrdorfer Hauskehricht, wie Gemeindeschreiber Thomas Busslinger erklärt.

Nach einer historischen Untersuchung will die Abteilung für Umwelt des Kantons Aargau die Deponie Postengatter/Sorgen genauer unter die Lupe nehmen. «Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dort ungesunde Stoffe in den Boden sickern und das Grundwasser gefährden», sagt Busslinger.

In einer ersten Etappe will der Kanton drei Sondierungen in der Deponie vornehmen. Ziel sei es, mit Sickerwasserproben einen allfälligen Einfluss auf das Grundwasser abzuklären. «Wir lassen jedes Jahr unser Trinkwasser untersuchen, Probleme gab es noch nie. Kanton und Gemeinde wollen mit diesen Bohrungen jegliches Risiko ausschliessen», entwarnt Busslinger.

Laut Gemeinderat kosten diese Vorsichtsmassnahmen rund 20'000 Franken. 30 Prozent der Kosten übernimmt der Kanton, 40 Prozent der Bund. «Die Restkosten von 6000 Franken trägt die Gemeinde», so Busslinger. Historisch untersucht wurde übrigens auch der Ablagerungsstandort Rüsler. Dieser ist weder überwachungs- noch sanierungsbedürftig. (ejo)