Job-Abbau

Nach GE-Salamitaktik: Der Badener Stadtrat reagiert ungewohnt emotional

Badens Stadtammann Markus Schneider ist von GE enttäuscht.

Die Stadt Baden muss erneut einen Abbau von 350 Jobs bei General Electric hinnehmen, weitere 100 gehen in Birr verloren. So reagiert die Stadt Baden auf den Kahlschlag.

In der vorbereiteten Medienmitteilung vom Montagmorgen schreibt die Stadt: "Der Stadtrat Baden nimmt mit grossem Bedauern zur Kenntnis, dass General Electric (GE) nochmals substanziell Stellen abbauen soll. Das ist für den sich allgemein sehr solid entwickelnden Wirtschaftsstandort ein schmerzhafter Schlag."

Der Industriekonzern General Electric hatte am Montag erneut einen Stellenabbau bekannt gegeben. 450 Stellen sollen an den Schweizer Standorten Birr und Baden gestrichen werden, davon 350 an letzterem. In den letzten Jahren wurde wiederholt ein Stellenabbau bekannt gegeben, was auch als Salamitaktik interpretiert werden kann.

Der Stadtrat bedauert diesen Schritt von GE sehr. "Das Mitgefühl gilt den davon betroffenen Mitarbeitenden. Es muss alles unternommen werden, um die Zahl der effektiven Kündigungen so klein als möglich zu halten und lückenlose Neuanstellungen in der Region zu gewähren. Die Voraussetzungen hierfür sind mit der nach wie vor hohen Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften im Raum Baden gegeben", heisst es in der Mitteilung der Stadt. 

Für den Stadtrat ist das gleichzeitig von GE bekräftigte Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort wichtig. 

Aber Stadtamman Markus Schneider macht ungewohnt deutlich, was er von GE hält:

Mit Blick auf die in der Region anhaltend starke Nachfrage nach hochqualifizierten
Fachkräften insbesondere in den Bereichen Hightech Energie, ICT und Medizintechnik versprüht die Stadt Baden Zuversicht, dass für die Betroffenen attraktive Job-Alternativen bestehen.

Stadtammann Markus Schneider: "Es ist wichtig, dass diese Menschen mit ihren Familien den Lebensmittelpunkt möglichst hier in der lieb gewonnenen Region Baden behalten können und dadurch gleichzeitig ihre Kompetenzen dem Wirtschaftsraum erhalten bleiben."

Der Stadtrat begrüsst denn auch das aktuell bekräftigte Standortbekenntnis von GE. Der
Konzern ist mit rund 1300 Mitarbeitenden nach wie vor einer der grössten Arbeitgeber in
der Region. Der Stadtrat wertet auch die Investitionen von 30 Millionen Franken in die Produktion bei GE im Aargau als bestätigendes Signal, dass der Konzern für die Zukunft von GE Power auf die ausgeprägten Stärken und Innovationskraft in der Region setzt. (AZ/

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