Brugg-Windisch
An diesem Wettkampf treten Lego-Roboter gegeneinander an

Bei «First Lego League» präsentieren Teams ihre selbst gebauten Lego-Roboter. Die beiden Teams «Galileo Robotics Juniors» und «mindfactory» aus Baden haben sich in Brugg-Windisch das Ticket für Yverdon geholt.

Hans Christof Wagner
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Die Robot-Games finden im Lichthof des Gebäude 1 auf dem Campus Brugg-Windisch statt. So haben Zuschauer von oben einen guten Blick auf die Spielfelder.
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Beim internationalen Robotik-Wettbewerb «First Lego League» (FLL) präsentieren sieben Teams aus der Region an der FHNW ihre selbst gebauten Lego-Roboter.
Die Roboter mussten sich auf einem 2,36 auf 1,14 Meter grossen Spielfeld bewegen.
First Leo League
Lego-Roboter Beim internationalen Robotik-Wettbewerb «First Lego League» (FLL) präsentieren sieben Teams aus der Region an der FHNW ihre selbst gebauten Lego-Roboter. Professor Jürg Keller half beim Wettbewerb auch schon mal mit, die Roboter in Gang zu setzen.
Lego-Roboter Beim internationalen Robotik-Wettbewerb «First Lego League» (FLL) präsentieren sieben Teams aus der Region an der FHNW ihre selbst gebauten Lego-Roboter. Das Team mindfactory aus Baden wurde seiner Favoritenrolle gerecht.

Die Robot-Games finden im Lichthof des Gebäude 1 auf dem Campus Brugg-Windisch statt. So haben Zuschauer von oben einen guten Blick auf die Spielfelder.

Hans Christof Wagner

Die Zeiten, in denen Kinder ihre rechteckigen Lego-Steine einfach aufeinander steckten und nur damit spielten, sind wohl vorbei. Heute gehen die bunten Plastikteile mit digitaler Hightech eine Symbiose ein. Zusammengebaut wird immer noch, aber wenn dann alles mal steht, sollten Kinderhände eigentlich gar nicht mehr eingreifen. Dann sollte alles automatisch gehen, sofern die Roboter zuvor richtig programmiert wurden.

Den Roboter in die linke untere Ecke des Spielfelds stellen, Schalter auf Ein und Daumen drücken, ob er den korrekten Weg fährt und das macht, was ihm die Jugendlichen vorher «eingeimpft» haben. So hiess es auch beim «First Lego League»-Regionalentscheid an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Brugg-Windisch am Samstag, wo sieben Teams ums Weiterkommen kämpften.

Wo aufgeatmet wurde, wenn der Aufbau auf dem Roboter so an den Querbalken einer Brücke stiess, dass daraus durchsichtige, bläulich schimmernde Tonnen ins Spielfeld kullerten, die Regentropfen darstellten. Wo man stolz war, wenn, nach dem «Wasser marsch»-Kommando von Moderator Max Edelmann die Programmierung so präzise war, dass der Hebel zur Toilettenspülung exakt getroffen wurde. Wo applaudiert wurde, wenn es gelang, eine defekte Rohrleitung gegen eine neue auszutauschen.

Teams aus Baden kommen weiter

Ums Wasser und seine Kreisläufe geht es bei der Auflage 2018 des Technikwettbewerbs, der jetzt auf Regionalebene begann, im Februar in Yverdon gesamtschweizerisch ausgetragen wird, um dann international zu werden.

Die beiden Teams «Galileo Robotics Juniors» und «mindfactory» aus Baden haben sich in Brugg-Windisch das Ticket für Yverdon geholt. Beide wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, vor allem «mindfactory», deren Roboter am komplexesten und professionellsten wirkte und hinter dem mit Jufotec (Jugend Forschung und Technik) ein Verein steht, der es sich zum Ziel setzt, «leistungsbereite, wissenschaftlich und technologisch interessierte und motivierte Jugendliche» zu fördern. Und ehrgeizige – wie Benedek Mezei. Der sagt: «Es lief gut, aber es hätte noch ein bisschen besser laufen können.»

«Wir sind hier schon in der dritten Generation», berichtet Timo Fellmann, Coach bei den «Galileo Robotics Juniors». Doch das Team hat immer wieder die notwendige Verjüngung erfahren, sodass in Brugg-Windisch die Elf- bis Zwölfjährigen, die Spass am Tüfteln und Freude am Lösen von kniffligen Aufgaben haben, die Hauptrolle spielten.

Das Training begann im August

Seit Ende August kannten die Badener, wie alle anderen auch, die Wettbewerbsanforderungen und konnten seitdem zu Hause am Original-Spieltisch trainieren. «Die letzte Woche vor dem Wettkampf trafen wir uns jeden Tag», erzählt Fellmann.

Jürg Keller, Professor und Studiengangleiter MAS Automation Management an der FHNW, hat schon viele «First Lego League»-Wettbewerbe in Brugg-Windisch erlebt: «Zwölf Jahre betreue ich das jetzt schon, aber die Kreativität der Teilnehmenden überrascht mich immer wieder neu.»

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