Spezialisten der Schweizer Armee bargen den rund einen halben Meter grossen Blindgänger gestern gegen 17 Uhr und verfrachteten ihn in einen speziellen und sicheren Transportanhänger. Für den Abtransport wurde die Dorfstrasse für einige Minuten gesperrt. 

Ein Bewohner hatte heute Vormittag Alarm geschlagen und die 8,5 Kilogramm schwere Minenwerfergranate der Blindgängermeldezentrale per Telefon gemeldet. 

Das Besondere: «Der Mann hatte sie selbst bei einer Gletscherwanderung am Freitag in den Bergen gefunden und sie nach Hause genommen», wie Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei, ausführt.

Als ihm klar wurde, dass sie scharf sein könnte, deponierte er sie unterhalb eines Bienenhäuschens, das zu einem unbewohnten Bauernhof nahe der Reuss gehört. Publik gemacht hatte den Fund blick.ch

Kurz vor 12.30 Uhr orientierten ausgerückte Fachleute der Schweizer Armee die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Aargau über den Granaten-Fund. Rasch rückten Patrouillen der Kantons- und Regionalpolizei Brugg aus. Das Gelände wurde abgesperrt.

Das Grundstück mit dem Bienenhäuschen liegt zirka 150 Meter von der Schulanlage Birrhard entfernt und nicht in einem Wohngebiet.

Minenwerfergranate bei Schulhaus geborgen

Minenwerfergranate bei Schulhaus geborgen

Eine scharfe Granate nahe der Schule sorgte am Montag in der Aargauer Gemeinde Birrhard für Aufregung. Ein Bewohner hatte sie bereits am Freitag von einer Gletscherwanderung mitgebracht, aber erst heute früh gemeldet.

Von der Granate gehe keine Gefahr aus, so lange sie unberührt am Boden liegt, so Pfister. Deshalb hatte der Fund auch keine Auswirkungen auf den Betrieb der Primarschule. Die Bergung wurde erst vorgenommen, als sich keine Privatpersonen in der Zone um den Fundort – und damit auch auf dem Schulgelände – befanden.

«Die Lehrer waren informiert», sagte Ursula Berger, Ammann von Birrhard. Die Kinder seien angewiesen worden, nach Schulende um 15.15 Uhr gleich nach Hause zu gehen. 

Der Schulbetrieb an sich sei nicht beeinträchtigt worden. Eine Evakuierung – auch von Anwohnern – war gemäss Roland Pfister nicht nötig. Berger bestätigt das. «Militär und Polizei hatten alles unter Kontrolle und strahlten die nötige Ruhe aus», sagte sie.

Vor dem Abtransport wurden bei einzelnen Häusern sicherheitshalber die Fensterläden geschlossen. Die Granate wird nun fachgerecht entsorgt. (pz)