Brugg
Fragen zum Oase-Projekt: Ist der Anschlusskreisel Auschachen bereits gesetzt?

Der Brugger GLP-Einwohnerrat Markus Lang macht sich Sorgen um das Landwirtschafts-und Naherholungsgebiet Aufeld.

Michael Hunziker
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Mit dem Regionalen Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (Oase) möchte der Kanton das Brugger Zentrum – hier die Neumarktkreuzung – vom Durchgangsverkehr entlasten.

Mit dem Regionalen Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (Oase) möchte der Kanton das Brugger Zentrum – hier die Neumarktkreuzung – vom Durchgangsverkehr entlasten.

Bild: mhu (22. Januar 2015)

Wie stark ist die Landwirtschafts- sowie die Naherholungszone Aufeld gefährdet durch das Regionale Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (Oase)? Mit diesem Thema befasst sich der Brugger GLP-Einwohnerrat Markus Lang. Er verweist auf den Anschlusskreisel, der vorgesehen ist in diesem Gebiet.

Ebenfalls stelle sich die Frage, wie weit die Stadt Brugg das kantonale Oase-Projekt für eine kommunale Erschliessung nutzen will «und dadurch eine mögliche Untertunnelung des Aufelds von vornherein verunmöglicht». Oder aber, warum ein neuer Schwerverkehrskorridor für den Fernverkehr – «dem immer mehr Kritik entgegentritt» – über weite Strecken offen geführt werden soll.

Zur Erinnerung: Mit dem Projekt Oase verfolgt der Kanton das Ziel, die Zentren Brugg und Baden vom Verkehr zu entlasten und das Untere Aaretal besser an die Autobahn anzubinden. Am Freitag stellt der Regierungsrat seine Botschaft an den Grossen Rat vor. Es geht in einem nächsten Schritt um die Richtplananpassung.

Frage nach Überarbeitung des Brugger Oase-Asts

GLP-Einwohnerrat Lang erkundigt sich beim Stadtrat nach den siedlungsplanerischen Zielsetzungen im Auschachen sowie danach, ob diese bereits in die aktuelle Revision der Bau- und Nutzungsordnung eingeflossen sind oder wann der Stadtrat geplant hat zu kommunizieren und notwendige Anpassungen dem Einwohnerrat und der Bevölkerung zu präsentieren.

Markus Lang ist Einwohnerrat der Grünliberalen.

Markus Lang ist Einwohnerrat der Grünliberalen.

Bild: zvg

Gleichzeitig möchte der GLP-Einwohnerrat in seiner Kleinen Anfrage wissen, ob der Anschluss Auschachen an das Umfahrungsprojekt Oase bereits «gesetzt» ist und als notwendig betrachtet wird. Oder ob es für den Stadtrat denkbar sei, auf eine generelle Überarbeitung des Brugger Oase-Asts hinzuwirken mit dem Ziel, ganz auf den Ast Aufeld zu verzichten und eine Untertunnelung des Bahnhofareals erst nach der Casinobrücke im bestehenden Tunnel in Angriff zu nehmen – zur Schonung des Aufelds als Landwirtschafts- und Naherholungszone.

Mit Anschluss könnte sich Berechnung verändern

Weiter stellt Lang die Frage, wie der Stadtrat die Schonung von Mensch und Umwelt gewichtet gegenüber den künftigen Wachstum- und Bauvorhaben sowie dem «individuellen Mobilitätsbedürfnis anderer Regionen» – inklusive dem damit verbundenen Schwerverkehr.

Die aktuellen Erhebungen des Kantons, fügt der GLP-Einwohnerat an, gehen im Raum Brugg von einem geringeren Ziel-Quellverkehr aus gegenüber der Region Baden, aber von einem wesentlich grösseren Anteil Durchgangsverkehr. Mit einem Anschluss Aufeld könnte sich aber die ganze Berechnung des aktuellen Ziel-Quellverkehrs verändern.