Effingen

Der geplante Kreisel wird auch zum Buswendeplatz

In Effingen wird die Bahnhofstrasse für 5,5 Millionen Franken saniert und ausgebaut - mit Folgen für die Bushaltestellen auf der Linie Zeihen-Herznach.

Vor der Autobahneröffnung gabs hier oft Stau, weil sämtliche Fahrzeuge, die zwischen Brugg und Frick verkehrten, in Effingen diese Kreuzung passieren mussten: Nun soll auf der Bözbergstrasse der erste Kreisel in der 600-Seelen-Gemeinde entstehen. Grund dafür ist die Sanierung der Bahnhofstrasse, die über die nahegelegene A3 zur stillgelegten Station Effingen führt. Im Hinblick auf die Gemeindeversammlung vom 22. November wurde die Bevölkerung gestern Abend aus erster Hand über dieses Projekt informiert.

Die Gemeinde und der Kanton planen, die Bahnhofstrasse ab dem Jahr 2021 umfassend auszubauen. Die grössten Veränderungen werden sein, dass auf der Kreuzung ein Kreisel entsteht und vor der Trotte für die Postautolinie Zeihen–Herznach eine neue Bushaltestelle realisiert wird.

Die neuen Bushaltestellen sind hindernisfrei

Der Sanierungsbereich in Effingen erstreckt sich von der Kreuzung Bözbergstrasse über den Autobahnanschluss A3 bis zur Ortsgrenze Zeihen. Etwa 450 Meter befinden sich im Innerorts- und 1000 Meter im Ausserortsbereich sowie rund 250 Meter im Perimeter der Nationalstrasse A3.

Der 32-jährige Strassenbelag und die Kanalisation sind laut einer Mitteilung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Auf dem Innerortsabschnitt werden der Belag und die Kofferung ersetzt sowie ein lärmarmer Belag eingebaut. Die Bushaltestellen Schwerzbrünneli werden als Fahrbahnhaltestellen gestaltet und so gemäss Behindertengleichstellungsgesetz hindernisfrei ausgebaut. Zwischen den beiden Haltestellen gibts eine Mittelinsel.

Für die Postautos der Linie Zeihen–Herznach ist eine neue Busbucht auf der Parzelle der alten Trotte vorgesehen – mit ebenfalls hindernisfreiem Einstieg sowie genügend Platz für Gelenkbusse. Mit dem Neubau eines Kreisels auf der Kreuzung wird gewährleistet, dass die Busse von und nach Zeihen sicher wenden können und die Verkehrssicherheit am Knoten verbessert wird durch niedrigere Geschwindigkeiten und bessere Sichtverhältnisse.

Semesterarbeiten dienen als Basis für Bauprojekt

Aufgrund der grosszügigen Belagsflächen erfordert die Umgestaltung des Knoten in einen Kreisel laut BVU keine baulichen Erweiterungen. Der Abschnitt im Ausserortsbereich wird von 6,2 auf 6,5 Meter verbreitert. Beim Autobahnanschluss entsteht für das Sammeln des Strassenwassers ein neues Versickerungsbecken.

Als Grundlage für das Projekt dienten von der Gemeinde Effingen in Auftrag gegebene Semesterarbeiten von Studierenden der Fachhochschule Rapperswil. Die Projektkosten betragen total 5,5 Mio. Franken. Für den Innerortsbereich muss die Gemeinde von den 2 Mio. Franken 42 Prozent resp. 865'200 Franken übernehmen. Ausserorts fallen für den Kanton rund 2,8 Mio. und den Bund 565'000 Franken für den Autobahnabschnitt an Kosten an.

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