Brugg
Die Tage der «Villa Lüthi» sind gezählt – sie weicht einem Geschäftshaus

An der Bahnhofstrasse 24 in Brugg ist ein markanter Neubau geplant, der eine attraktive Nutzung im Erdgeschoss haben soll.

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Der Neubau soll sich dereinst wie auf dieser Visualisierung präsentieren.

Der Neubau soll sich dereinst wie auf dieser Visualisierung präsentieren.

zvg/Architheke AG/ Nightnurse Images GmbH

Ein markanter Neubau ist geplant an prominenter Lage an der Bahnhofstrasse 24 in Brugg: Das bestehende Gebäude bei der Einmündung der Seidenstrasse, die ehemalige «Villa Lüthi», soll abgebrochen und durch ein Geschäftshaus ersetzt werde.

Die Rede ist von einem viergeschossigen Bau mit einem Attikageschoss sowie zwei Untergeschossen. Das Erdgeschoss mit starkem öffentlichem Charakter soll eine attraktive Nutzung erhalten, soll zu einem urbanen Stadtraum werden, haben die Verantwortlichen bei einer kleinen Präsentation gestern festgehalten.

Florian Schneider vom Brugger Büro FSP Notare AG sprach von einem Glücksfall, als er auf der Suche nach einem neuen Geschäftssitz diese Liegenschaft erwerben konnte. In einer längeren, intensiven Planungsphase mit diversen Abklärungen, etlichen Entwürfen und verschiedenen involvierten Fachleuten seien sowohl eine Renovation als auch ein Abriss geprüft worden.

Die Garagenplätze sind mit einem Autolift erschlossen

Das nun geplante Gebäude verfügt über einen quadratischen Grundriss sowie über eine klassische, klar gegliederte Fassade. Zum Einsatz kommen Naturstein, vorfabrizierte Betonelemente und Metallfenster sowie textile Sonnenschutzmarkisen. In den Untergeschossen befinden sich 20 Garagenplätze, die mit einem Autolift erschlossen sind.

Im 2. und 3. Obergeschoss wird das Büro FSP Notare AG neue Räumlichkeiten beziehen, im Attikageschoss ist der Empfang für die Kunden vorgesehen. Sowohl das 1. Bürogeschoss als auch das Erdgeschoss sind flexibel ausbaubar und werden vermietet.

In Letzterem bestehen laut Schneider verschiedene Möglichkeiten. Als Stichworte fielen Café, Dienstleistungsbetriebe oder Läden. Ideen seien vorhanden, fix sei aber noch nichts, betonte der Eigentümer. Er sei offen für Vorschläge.

Im Idealfall beginnt der Bau im Sommer 2020

Im Gegensatz zur heutigen privaten Villa entstehe an fast identischer Lage ein zeitgemässes, offenes Geschäftshaus mit einer lebendigen Ausstrahlung, – ein Bau, der ins Stadtbild passe, sagte Architekt Beat Klaus vom Brugger Büro Architheke AG.

Bei der Bahnhofstrasse, hob er hervor, handle es sich um einen wichtigen städtebaulichen Ort in Brugg, der seine Bedeutung der Eisenbahngeschichte zu verdanken habe. Mit dieser habe sich die Stadt verändert, vieles sei neu entstanden, wie 1912 das neoklassizistische Bahnhofgebäude von Architekt Albert Froelich. Die wichtige Verbindung Bahnhof–Altstadt soll wieder seine Bedeutung zurückerhalten.

Die Baueingabe für das neue Geschäftshaus ist demnächst vorgesehen. Im Idealfall, so Eigentümer Florian Schneider, kann der Baustart im Sommer 2020 erfolgen, der Bezug ab 2022.