Dokumentarfilmtage
Eine gute Bilanz: Die Premiere hat über 1000 Filmbegeisterte nach Brugg gelockt

Leiter Stephan Filati zieht nach den Dokumentarfilmtagen eine erste Bilanz und sagt, welche Filme auf grosses Interesse gestossen sind.

Claudia Meier
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Das Kino Odeon war einer von drei Vorführungsorten während den ersten Brugger Dokumentarfilmtagen.

Das Kino Odeon war einer von drei Vorführungsorten während den ersten Brugger Dokumentarfilmtagen.

zvg/Mike Enichtmayer

Es ist ein bisschen wie in Locarno: In vielen Schaufenstern in der Brugger Innenstadt wurde seit Wochen mit blauen Plakaten auf das erste Dokumentarfilmfestival der Deutschschweiz hingewiesen. Von Donnerstag bis Sonntag war es dann endlich so weit: Die Besucherinnen und Besucher hatten die Qual der Wahl aus 26 verschiedenen Filmen, die in den Kinos Odeon und Excelsior sowie in der Galerie Zimmermannhaus gezeigt wurden.

Das Film- sowie Rahmenangebot zum Schwerpunktthema Musik war beeindruckend, die Freude über den gelungenen Auftakt gross und die Stimmung in der für die Filmtage aufgebauten Crêperie locker. Leiter Stephan Filati zieht eine positive Bilanz:

«Wir haben am Sonntagabend die 1000er-Grenze überschritten und hatten rund 1050 Besucher sowie Besucherinnen, was in Anbetracht der momentanen Umstände ein wahnsinnig schönes Resultat ist und unsere Erwartungen übertroffen hat.»

Das Publikum sei interessiert sowie mit Lust und Freude dabei gewesen. Auch die Filmemacherinnen und -macher sowie die Produzenten und Produzentinnen hätten sich über das neue Festival sowie die Plattform, die dem Dokumentarfilm geboten wird, gefreut.

Die zweiten Dokumentarfilmtage finden 2023 statt

Am meisten Zuschauer hatten gemäss Stephan Filati der Eröffnungsfilm «Apenas El Sol» («Nichts als die Sonne») und das Werk «Grosser Baum auf Reise». Beides waren Premieren im deutschsprachigen Raum. Am wenigsten Publikum erreichte der Film «Pushing Boundaries» («Grenzen überschreiten»), «was wohl dem schweren Thema geschuldet war», ergänzt Filati. Es ging bei dieser Produktion um die paralympische Nationalmannschaft aus der Ukraine, die durch die russische Annexion ihre Trainingsbasis verloren hat.

Leiter Stephan Filati hat die Brugger Dokumentarfilmtage ins Leben gerufen und freut sich über die schönen Rückmeldungen.

Leiter Stephan Filati hat die Brugger Dokumentarfilmtage ins Leben gerufen und freut sich über die schönen Rückmeldungen.

zvg/Mike Enichtmayer

Der besucherstärkste Festivaltag war wetterbedingt der Sonntag. «Wir haben von allen Seiten sehr schöne Rückmeldungen erhalten», fügt Stephan Filati an. Rund 50 Helfende standen an den vier Tagen im Einsatz. Natürlich gibt es auch Bereiche, die man bei der zweiten Durchführung der Brugger Dokumentarfilmtage, die vom 14. bis 17. September 2023 stattfinden werden, anders machen wird. Was das sein wird, kann Stephan Filati noch nicht sagen.

Für das Publikum wäre es beispielsweise hilfreich gewesen, wenn man bei der persönlichen Begrüssung informiert hätte, dass das im Programmheft angekündigte Filmgespräch entfällt, weil es sich um einen Druckfehler handelte.

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