Brugg
Grosser Moment der Schweizer Musikgeschichte im Brugger Salzhaus

Sina feiert ihr Bühnenjubiläum im Salzhaus und singt Duette mit Büne Huber, Ritschi, Erika Stucky und Adrian Stern. «Duette» heisst der gemeinsame Auftrittszyklus, der beim Publikum für Gänsehautmomente sorgte.

Ursula Burgherr
Drucken
Teilen
Sina und Ritschi («Plüsch») geniessen ihren Auftritt im Salzhaus; ein weiterer Partner ist Adrian Stern (ganz rechts) – hier auch spielenderweise.

Sina und Ritschi («Plüsch») geniessen ihren Auftritt im Salzhaus; ein weiterer Partner ist Adrian Stern (ganz rechts) – hier auch spielenderweise.

Ursula Burgherr

Sie gaben alle schon einzeln Konzerte im Salzhaus Brugg. Zusammen auf einer Bühne hat man Sina mit Büne Huber, Ritschi («Plüsch»), Erika Stucky und Adrian Stern aber noch nie erlebt.

«Duette» heisst der gemeinsame Auftrittszyklus, der beim Publikum für Gänsehautmomente sorgte. Sina macht sich damit zu ihrem 20-Jahr-Bühnenjubiläum ein musikalisches Geschenk, wie es schöner nicht sein könnte.

Lediglich sechs Konzerte sind in dieser Kombination vorgesehen und alle sind restlos ausverkauft. Mehr liege wegen der vollen Terminkalender aller Künstler leider nicht drin, sagt Sina.

Glücklich also, wer sich ein Ticket für die Show mit fünf der grössten Schweizer Sängerinnen und Sänger ergattert hatte.

Auf den Gig in Brugg freute sich Sina ganz besonders: «Hier fühlt man sich als Musikerin willkommen», wand sie der Salzhaus-Crew ein Kränzchen, «und das wirkt sich dann auch auf den Abend aus.»

Superformation auf der Bühne

Die Walliserin wohnt übrigens seit sechs Jahren im Aargau (Nähe Hallwilersee) und hat dort ihr zweites Zuhause gefunden. Speziell für «Duette» verstärkte die Mundart-Sängerin ihre Band mit einer Cellistin und drei Bläsern.

«Ich stehe mit einer Superformation auf der Bühne», lobt sie die Instrumentalisten, «das lässt auch viel Raum für Improvisation.»

Den Abend im Salzhaus eröffnete Sina mit Ritschi und dem Uptempo-Song: «Du seisch». Sina hat den Sänger von «Plüsch» bei einer ihrer ersten Aufnahmen im Studio kennen gelernt, als dieser noch als Schreiner werkelte

. Auch zu Adrian Stern, mit dem sie unter anderem «Schnee» interpretierte, hat sie eine Geschichte: «Als mein Gitarrist aus Krankheitsgründen ausfiel, begleitete mich Adi spontan auf meiner Tour und war ein Jahr lang Gitarrist in meiner Band.»

Erika Stucky und Büne Huber kennt Sina «fast schon ein halbes Leben lang»; sie hat deren Karrieren und musikalisches Schaffen mit viel Interesse und Bewunderung verfolgt.

«Es schüttelt mich durch»

Als Sina dann mit dem Frontmann von Patent Ochsner den Herzsong «I schwöru» zum Besten gab, war es nicht nur um das Publikum im Salzhaus geschehen, sondern auch um Sina selbst.

«Diesen Song über die grosse Liebe mit Büne zu singen, ist für mich ein emotionales Highlight. Manchmal schüttelt es mich regelrecht durch.»

Viel Gefühl auf der Bühne und in den Zuschauerrängen liess die Luft geradezu knistern. Zum Schluss sangen alle fünf Schweizer Musikgrössen gemeinsam «Där Papa isch äs Chorbi gsi» (im Original: «Papa was a Rolling Stone»).

Spätestens da spürten alle Zuschauerinnen und Zuschauer: Hier fand gerade ein ganz grosser Moment der Schweizer Musikgeschichte statt – und sie zählten zu den Glücklichen, die live dabei sein konnten.

Aktuelle Nachrichten