Es ist Sonntagabend, kurz vor Mitternacht. In Lupfig beginnen wenige Minuten vor Feierabend vier Angestellte, die Burger-King-Filiale aufzuräumen und zu reinigen. Es hat keine Kunden mehr im Restaurant. Draussen ist der Nebel aufgezogen, es ist ruhig und dunkel.

Plötzlich stürmen drei mit Sturmhauben maskierte Männer die Filiale. Einer davon fordert mit einer Pistole bewaffnet Geld. Die Angestellten kamen der Forderung nach und wehrten sich nicht gegen die Herausgabe von mehreren Tausend Franken Bargeld.

Raubüberfall auf Burger King in Lupfig

Raubüberfall auf Burger King in Lupfig

Während die beiden Komplizen aus dem Restaurant flüchteten, bespritzte der Bewaffnete eine Angestellte mit einem Pfefferspray und rannte ebenfalls aus dem Schnell-Imbiss.

«Wir sind alle sehr schockiert»

Die Angestellten alarmierten sofort die Kantonspolizei, die eine Grossfahndung einleitete. Eine Überwachungskamera nahm den Raubüberfall auf. Darauf ist zu sehen, wie einer mit der Waffe eine Angestellte bedroht, währenddem zwei Komplizen das Geld rauben (siehe Bilder).

Trotz klarer Überwachungsbilder fehlt bislang jede Spur der Täter. «Es ist unklar, wie und in welche Richtung sie geflüchtet sind. Sie sind in der Dunkelheit verschwunden», sagt Bernhard Graser, Polizei-Sprecher, gegenüber der az.

«Wir sind alle sehr schockiert», sagt Frank Sedleger, Inhaber der Lupfiger Burger-King-Filiale. Er begab sich nach dem Überfall sofort vor Ort. «Ich habe die betroffenen Angestellten dazu geraten, Opferhilfe in Anspruch zu nehmen», sagt Sedleger betroffen. «Sie haben meine vollste Unterstützung und dürfen dann wieder zur Arbeit kommen, wenn sie es für richtig halten.»

Die drei Täter sind alle zwischen 25 und 30 Jahre alt. Der Mann mit der Waffe ist etwa 180 cm gross und trug einen Pullover, Jeans und schwarze Schuhe. Er sprach offenbar ortsüblichen Dialekt. Seine Komplizen sind etwas kleiner und waren ähnlich gekleidet.

Die Kantonspolizei sucht Augenzeugen, denen die Räuber vor oder nach der Tat aufgefallen sind. Es ist davon auszugehen, dass die Täter in der Nähe ein Auto abgestellt hatten. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet. (sha)