Königsfelden

Nach Flucht des Todesschützen: Psychiatrische Klinik baut eigenen Sicherheitsdienst auf

Nach der Flucht von Karl J. aus Königsfelden kündigen die Psychiatrischen Dienste an, die Sicherheit zu erhöhen. Nachtrag: Der 52-Jährige wurde wenig später gefasst.

Nach der Flucht von Karl J. aus Königsfelden kündigen die Psychiatrischen Dienste an, die Sicherheit zu erhöhen. Nachtrag: Der 52-Jährige wurde wenig später gefasst.

Besonders gefährliche Patienten will die Psychiatrische Klinik Königsfelden in Zukunft von einem internen Sicherheitsdienst bewachen lassen. Das kündigt der Chefarzt nach der Flucht des 52-jährigen Todesschützen Karl J. aus der geschlossenen Abteilung an.

Am Donnerstag hat die AZ über Sicherheitslücken in der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch berichtet. Die Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) wollen die Sicherheit auf den geschlossenen Abteilungen nun mit einem eigenen Sicherheitsdienst erhöhen. Das sagt Peter Wermuth, Chefarzt und Leiter der Klinik für Forensische Psychiatrie der PDAG, zum "SRF-Regionaljournal".

Ein interner Sicherheitsdienst könne bessere Qualität als sich abwechselnde externe Sicherheitskräfte bieten. Ausserdem könne man die Leute selber ausbilden und mit dem Pflegepersonal auf die Besonderheiten in der forensischen Psychiatrie vorbereiten.

Königsfelden geriet am Mittwoch durch die Flucht von Karl J. aus einer geschlossenen Abteilung in die Schlagzeilen. Der 52-Jährige aus dem Kanton Solothurn hat 2013 seinen Bruder mit einer Schrotflinte erschossen. Die Polizei hat ihn am Freitag wieder festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, wie es zur Flucht kommen konnte. Offenbar geschah sie unbemerkt.

Laut Wermuth haben die PDAG seit 2016 die Kontrolle in den geschlossenen Stationen verschärft. Letztlich sei man aber ein Spital, das kranke Menschen pflegt, und kein Gefängnis. (mwa)

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