Thalheim
Thalner beteiligen sich nicht an Kosten für öffentlichen Spielpatz

An den Referendumsabstimmungen in Thalheim sind die beiden Kredite für die Gestaltung der öffentlichen Bereiche beim Volg-Neubau abgelehnt worden.

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Volg-Neubau in Thalheim

Volg-Neubau in Thalheim

zvg

An den Kosten für die Ge­staltung des öffentlichen Zugangsbereichs beim Volg-Neubau sowie für die Gestaltung des öffentlichen Spielplatzes will sich die Mehrheit der Stimm­berechtigten nicht beteiligten in Thalheim. Die Kredite von 80000 Franken sowie von 50000 Franken sind am Sonntag an der Urne bachab geschickt worden: mit 196 Ja- zu 214 Nein-Stimmen respektive mit 185 Ja- zu 226 Nein-­Stimmen.

«Der Gemeinderat nimmt zur Kenntnis, dass der Thalner Souverän die beiden Vorlagen ‹Öffentlicher Spielplatz› und ‹Öffentlicher Zugangsbereich› relativ knapp abgelehnt und damit zwei gute Chancen verpasst hat», heisst es in einer kurzen Stellungnahme. Anlässlich seiner nächsten Sitzung will der Gemeinderat eine Lagebeurteilung vornehmen und über das weitere Vorgehen beraten.

Es sei im Vorfeld schwierig abzuschätzen gewesen, wie die Referendumsabstimmungen herauskommen, sagt Gemeindeammann Roland Frauchiger auf Nachfrage. «Wir haben mit einem knappen Ausgang gerechnet.» Auf die Frage, was den Ausschlag gebeben haben kann für die Ergebnisse, kennt er keine allgemeingültige Antwort. Denn am Schluss habe es sich um rund 400 Einzelmeinungen gehandelt.

Geplant waren Bäume und Sitzgelegenheiten

Der Volg-Neubau hat eine lange Vorgeschichte in Thalheim. Den Gestaltungsplan für das Gebiet «Breiti» beschloss der Gemeinderat im Juli 2012. Nach Ansicht der Behörde sollte beim Dorfladen ein Begegnungsort entstehen für Generationen, ein Platz, wo Spaziergänger, Familien sowie Seniorinnen und Senioren verweilen können. Die Rede war von einer einmaligen Möglichkeit zur weiteren Aufwertung des Unterdorfzentrums sowie einer Investition in die Zukunft.

Vorgesehen waren einerseits breite Treppenstufen, Bäume, Sitzgelegenheiten und angrenzend eine Reihe Parkplätze sowie andererseits ein öffentlicher Naturspielplatz. Im vergangenen November hiessen die Stimmberechtigten die beiden Kredite mit grosser Mehrheit gut.

Gegen die Beschlüsse der Gemeindeversammlung kamen die Referenden zu Stande. Anfang Januar wurden 186 respektive 188 gültige Unterschriften eingereicht. Notwendig waren mindestens 156 gültige Unterschriften. Peter Werthmüller, der Initiant der Referenden, war klar der Meinung, dass diese Vorhaben nicht zum Aufgabenbereich einer Gemeinde ge­hören. Er sprach von einer Verschleuderung von Steuer­geldern, die gestoppt werden müsse.

Initiant der Referenden erhält positive Reaktionen

Über den Ausgang der Referendumsabstimmungen zeigt sich Werthmüller denn auch hörbar erfreut am Telefon am Sonntagnachmittag. «Wir sind froh, wie es ausgegangen ist.» Er erhalte eine positive Reaktion nach der anderen, fügt er gut gelaunt an.

Bei den älteren Thalnern habe er die Unterstützung schon bei den Diskussionen im Vorfeld des Urnengangs gespürt. Bei den jüngeren, den Zugezogenen, sei eine Einschätzung schwierig gewesen. «Es war offen, wie es ausgeht.» Neben dem Argument, dass die beiden Projekte Sache der Bauherrschaft sind und nicht der Gemeinde, hat nach Einschätzung von Werthmüller auch das Vorgehen des Gemeinderats zu den vorliegenden Abstimmungsergebnissen geführt. «Es wurde zu schlecht und zu spät informiert», lautet sein Urteil.

Es sei nun Sache der Bauherrschaft, für die Gestaltung der öffentlichen Bereiche eine Lösung zu finden. Der Gemeinderat seinerseits habe die Zeit, die dringenderen Fälle anzupacken, die in Thalheim bestehen, fährt Werthmüller fort. Als Stichworte nennt er die Sanierung der defekten Wasserleitung im Oberdorf oder die fehlenden Wasserzuleitungen zu den umliegenden Höfen, die noch auf Quellwasser angewiesen sind. «Jetzt können diese Aufgaben in Ordnung gebracht werden.»