Brugg
Tombola, Torwandschiessen, Auktion: Kinder begrüssen Besucher in ihrem Heim

Attraktionen, Informationen, Spiel und Spass stehen am Tag der offenen Tür im Kinderheim im Zentrum. Beim lockeren und entspannten Event konnten Gäste einen Einblick in die verschiedenen Wohngruppen und das Leben der wichtigen Institution wagen.

Irene Hung-König
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Zielsicher werfen die Kinder die Pfeile in Richtung Dartscheibe.
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Für die Gäste wird der rote Teppich ausgerollt.
Tag der offenen Tür im Kinderheim Brugg
Dieser Junge beherrscht das Segwayfahren.
Die Holzkühe wurden an der Auktion problemos verkauft.
Ein kleiner Markt bietet viele Leckereien und Bastelarbeiten.
Die Gäste machen es sich auf der Terrasse der Wohngruppe Merkur gemütlich.

Zielsicher werfen die Kinder die Pfeile in Richtung Dartscheibe.

Irene Hung-König

Lässig steht der Bub auf dem Rasen und preist selbst gemachte Holzkühe an, die der Mann neben ihm in die Höhe hält: «15 Franken für die grüne Kuh mit blauen Punkten, wer bietet mehr?», fragt er wie ein gewiefter Auktionator. Frauen, Männer und Kinder verfolgen das Spektakel auf offener Strasse beim Kinderheim. «15 Franken zum ersten, zum zweiten und zum dritten. Die grüne Kuh geht an die junge Dame im hellen Shirt», erklärt der junge Charmeur.

Locker und entspannt geht es den ganzen Tag im und rund ums Kinderheim Brugg zu und her. So können die Gäste die verschiedenen Wohngruppen mit den Namen «Sonne» oder «Pluto» besuchen und erfahren auf den Rundgängen, wie die Kinder hier leben. Im Zimmer bewundern die Besucher die Ordnung. «Hier wohnen drei Mädchen, sie haben bereits am Mittwoch angefangen, zu putzen», erklärt die Betreuerin. Im Zimmer nebenan, dort wo Spiderman die Wand hinauf klettert, wohnt ein Junge. «Er ist nun viel ruhiger, seit er ein Zimmer für sich allein hat.» Die Betreuerin geht am Bett vorbei und erwähnt, dass die Kinder vor dem Morgenessen betten müssen. «Mit so vielen Kindern funktioniert das gut. Denn sie weisen sich untereinander zurecht und sagen: ‹Hey, du musst dein Bett noch machen.›» Die Gäste schmunzeln und verlassen das Zimmer.

Ein übergrosser Wochenplan hängt neben dem Esstisch an der Wand: Jede Kolonne darauf gehört einem Kind, Symbole für die Schulreise oder die Therapiestunden wechseln sich ab. Diese Wochenpläne bestücken die Betreuerinnen und Betreuer jeweils am Montagmorgen wieder neu. «So können sich die Kinder orientieren. Für uns ist dieser Plan ebenfalls hilfreich, damit wir nichts vergessen», sagt eine Betreuerin.

Film ab in der Gruppe «Saturn»

Im Obergeschoss des Hauses Nord sitzen Jugendliche vor der Leinwand und schauen sich einen Film an. Dieser zeigt den Umzug der Aussenwohngruppe «Saturn» an die Museumstrasse in diesem Frühling. Gegen 11.30 Uhr zieht es viele Besucherinnen und Besucher in Richtung Hauptgebäude. Es riecht verführerisch nach Bratwurst, Pommes frites oder Pasta mit Tomatensauce. Die Gäste lassen es sich im Mehrzwecksaal oder draussen im Hof schmecken. Einige Kinder verkaufen Tombola-Lose, andere versuchen sich im Torwandschiessen, testen ihre Darts-Qualitäten oder spielen eine Runde Tischtennis. Geschminkte Spidermankinder rennen einander nach.

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