Atomendlager

Verein Pro Bözberg verzichtet auf Einsprache gegen Nagra-Bohrungen

Der Verein Pro Bözberg verzichtet auf Einsprachen gegen die Bohrgesuche der Nagra, bleibt aber weiterhin kritisch. (Archivbild)

Der Verein Pro Bözberg verzichtet auf Einsprachen gegen die Bohrgesuche der Nagra, bleibt aber weiterhin kritisch. (Archivbild)

Der Verein Pro Bözberg wird gegen die Bohrgesuche der Nagra keine Einsprache machen. Dies hat der Vereinsvorstand beschlossen, wie er in seiner Medienmitteilung von heute Donnerstag schreibt.

An seiner kritischen Haltung gegenüber dem Auswahlverfahren, der Nachvollziehbarkeit und der zeitlichen Richtigkeit der Entscheide von Nagra und Bundesbehörden hält der Verein allerdings fest, wie er weiter schreibt. 

Die Bohrgesuche der Nagra wurden rund um den Bözberg Emotionen, Ängste und Erwartungen auslösen. Die Geschichte der Nagra – seit 1972 auf der Suche nach einem Endlager-Standort für radioaktive Abfälle – sei geprägt von kostspieligen Untersuchungen, Irrtümern, Fehlentscheiden, Niederlagen, und Kehrtwendungen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Entwicklung der Gesellschaft (z.B. Bevölkerungsdichte, Sicherheitsbedürfnisse, politische Realitäten) und die technische Entwicklung (z.B. Energiegewinnung, Umgang mit Rohstoffen, Bautechniken) liessen sich heute nicht für Jahrzehnte voraussagen.

In Übereinstimmung mit dem Kernenergiegesetz bestehe der Verein Pro Bözberg weiterhin darauf, dass bei Lagerung und allfälliger Wiederverwendung des radioaktiven Abfalls ausschliesslich Sicherheitsaspekte zählen. Zu keiner Zeit dürften weder politisch-wirtschaftliche Machbarkeiten noch geographische Opportunitäten für Entscheide relevant sein.

Weitere Informationen und Möglichkeiten für Rückfragen Mitgliederversammlung Pro Bözberg, Mittwoch, 5. April 2017, 19.30 Uhr, Turnhalle Oberbözberg.

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