Mülligen
Vergangenheit mit Charme gefeiert

Der Turnverein (STV) stellte seine 100-jährige Geschichte mit originellen Showeinlagen dar. Zum Abschluss gab es eine Überraschung.

Irene Hung-König
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Blick in die Vergangenheit: Beachparty war das Motto des Turnerabends von 1998.Irene Hung-König

Blick in die Vergangenheit: Beachparty war das Motto des Turnerabends von 1998.Irene Hung-König

«Wir feiern nicht allein, sondern mit dem ganzen Dorf», heisst das Motto des STV Mülligen und das wird gelebt. Am gestrigen Jubiläumssonntag massen sich die Mülliger am Morgen am Sporttag. Am Nachmittag feierten sie beim offiziellen Festakt im Festzelt ihren 100-jährigen Verein. Die zahlreichen Gäste betätigten sich ebenfalls sportlich: Sie mussten sich angesichts der Hitze Luft zufächern. Hans-Peter Widmer, der Autor der Festschrift, erzählte aus der reichhaltigen Vereinsgeschichte.

Auch die eine oder andere Anekdote: So schüttelte der Mülliger Markus Huber am Eidgenössischen Turnfest 1978 in Genf dem damaligen Bundespräsidenten Willi Ritschard die Hand, nachdem er mit seinen Kameraden um eine Kiste Bier gewettet hatte. Die Mülliger assen nämlich zur selben Zeit wie die Ehrengäste im Festzelt zu Mittag.

Wie in der Vergangenheit

In den Showblocks wurde gezeigt, wie früher geturnt wurde: Vier stramme Männer in langen, weissen Gymnastikhosen folgten den Kommandos von Peter Zobrist, der seit 50 Jahren im Turnverein ist: «Körperschule Schwingen, rechtsum. Sektion Zweierkolonne, bereit machen zum Abmarsch.» Auch die verschiedenen Mottos der Turnerabende wurden gezeigt und ganze Dekorationen auf die Bühne gehievt.

Glückwünsche von Hürzeler
Auch Regierungsrat Alex Hürzeler überbrachte seine Glückwünsche: «Selbst Turner aus einem kleinen Dorf im Fricktal stammend ist mir bewusst: Gerade in einwohnermässig eher kleinen Gemeinden sind die Dorfvereine ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und stärken den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde.» Der Sportminister bekannte, noch als Faustballer beim TV Oeschgen aktiv zu sein.

Zum Abschluss durfte sich die ganze Festgemeinde auf einem speziellen Foto verewigen lassen. Sie musste sich so platzieren, dass aus der Luft, die Zahl 100 ersichtlich wurde. Das Foto entstand aus einem Hebekran.