Bis 2022 soll Wohlen eine Doppel-Dreifachturnhalle haben

Die Schule Wohlen braucht eine weitere Dreifachhalle für den Sportunterricht. Das jetzt vorliegende Projekt macht aus der Pflicht eine Kür.

Andrea Weibel
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Für die Halle muss der alte Werkhof (rechts) weichen.

Für die Halle muss der alte Werkhof (rechts) weichen.

Bild: Andrea Weibel

Schulraum ist in Wohler ein Dauerproblem. Jetzt macht die Gemeinde Nägel mit Köpfen. Nachdem im Februar das Projekt Schulzentrum Halde grünes Licht erhielt, kommt jetzt die Dreifachturnhalle Hofmatten vor den Einwohnerrat. Um Synergien zu nutzen, plant man diese an die bestehende Dreifachhalle an. Gemeinderat Paul Huwiler ist begeistert: «Meines Wissens wird es die erste Sechsfachhalle im Kanton. Das ist mit den neuen ausfahrbaren Tribünen attraktiv für grosse Sportevents.» Das könnte auch der Swisslosfonds so sehen, der zwischen 250000 und 800000 Franken mitfinanziert. Doch: Die Möglichkeit für nationale Sportevents macht die Doppel-Dreifachhalle attraktiv, aber die Notwendigkeit kommt klar vom Schulzentrum Halde, dem Kindergarten und dem Berufsbildungszentrum Freiamt (BBZF).

19 Parkplätze würden 1,25 Mio. Franken kosten

«Der Bedarf der Schulen ist klar ausgewiesen», erklärte Andreas Jauch, Teamleiter Hochbau der Gemeinde, gestern den Medien. 5,79 Turnhallen pro Woche brauchen sie, also zwei Dreifachhallen.

Ein Knackpunkt waren die Parkplätze von Halde, BBZF und Hofmatten. Total müssen 190 zur Verfügung stehen, so die Auflagen. Gemeinderat Thomas Burkard erklärt: «In unserer Variante plant 147 neue unterirdische Parkplätze bei der neuen Halle. Mit den Bestehenden kommen wir so auf 194.» Die grössere Variante gäbe 19 unterirdische Parkplätze mehr, wäre auf Grund der Hangabsicherung aber um 1,25 Mio. Franken teurer. «Das wären 50000 Franken pro Parkplatz.»

Total kostet das Projekt, das sich durch eine Backsteinfassade schön ins Ortsbild fügen soll, 16,13 Mio. Franken. Am 22.Juni wird es dem Einwohnerrat vorgelegt. Stimmt dieser zu, kommt es am 27.September vors Volk. Sagt dieses ebenfalls Ja, kann die neue Halle, die mit Fotovoltaikanlage auf dem Dach und Wärmepumpe so ökologisch wie möglich betrieben werden soll, schon im Sommer 2022 eröffnet werden. «Das hoffen wir sehr, denn damit ist auch das Projekt Halde verknüpft», so Burkard.