Villmergen

Schüsse beim Schulhaus, zwei Verletzte – die Polizei sucht sechs junge Männer

Schüsse beim Schulhaus – Streit mit Baseballschläger, Messer und Pistole

Schüsse beim Schulhaus: So berichtet TeleM1.

Am Sonntagnachmittag fielen Schüsse auf einem Schulareal in Villmergen. Vorausgegangen war offenbar ein Streit zwischen zwei Gruppen von jungen Männern. Sechs prügelten auf vier andere mit Baseballschlägern ein. Zwei Opfer wurden verletzt. Die Täter sind flüchtig.

Grosse Aufregung in Villmergen am Ostersonntag: Um 16 Uhr fielen Schüsse auf dem Gelände des Schulhauses Mühlematten. Passanten hatten mehrere junge Männer gesehen und nebst den Schüssen auch Schreie gehört, teilte die Kantonspolizei am Montag mit.

"Es waren drei Schüsse. Sie waren im Quartier deutlich zu hören", sagt ein junger Anwohner der "Aargauer Zeitung". 

Augenzeugen alarmierten die Polizei. Diese rückte mit zahlreichen Patrouillen an. "Das ging sehr schnell", so der Leserreporter. Weil von den jungen Männern keiner mehr auf dem Schulareal war, löste die Polizei eine weiträumige Fahndung aus. "Die Polizei riegelte das Quartier ab", so der Augenzeuge. 

Etwas später kehrten dann vier junge Männer zurück – drei Schweizer und ein Kosovare im Alter von 17, 18 und 19 Jahren. Die Polizei legte sie vorerst in Handschellen. Einer der jungen Männer wies eine Schramme am Kopf auf, die im Spital genäht wurde. Bei einem zweiten versorgte die Ambulanz leichte Verletzungen im Gesicht.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelt es sich bei den vier jungen Männern um Opfer: Sie spielten Basketball, ehe unvermittelt sechs junge Männer auftauchten. Es entbrannte ein Streit. Einer der sechs Aggressoren zog plötzlich eine Pistole zog und feuerte mehrere Schüsse ab.

Waffe lag im Bach

Die Unbekannten sollen mit Baseballschlägern auf die vier Basketballspieler eingeschlagen haben. Auch sollen Messer im Spiel gewesen sein. Die Opfer wehrten sich heftig, worauf die Angreifer von ihnen abliessen und flüchteten. 

Den Opfern gelang es, die Pistole zu entreissen. Die Polizei konnte diese in einem nahen Bach sicherstellen. "Die Waffe war scharf – es ist scharf geschossen worden", sagt Polizeisprecher Bernhard Graser zu TeleM1.

Trotz weiterer Fahndung konnte die Polizei die mutmassliche Tätern nicht finden. "Deren Motive sind noch weitgehend unklar", schreibt die Kantonspolizei. Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten hat eine Strafuntersuchung wegen Gefährdung des Lebens eröffnet. Das Strafgesetzbuch sieht hierfür je nach Schwere eine Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren vor. (pz)

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