Jonen
Zweiter Anlauf für offene Jugendarbeit im Kelleramt

Vor vier Jahren scheiterten Bemühungen, im Kelleramt ein regionales Jugendarbeitsangebot aufzuziehen. Jetzt steht ein Neustart an – unter klar verbesserten Rahmenbedingungen, in professionellen Strukturen und mit einem beachtlichen Betreuungsangebot.

Lukas Schumacher
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Hier, beim Volg-Gebäude in Jonen, quartiert sich die Kellerämter Jugendarbeit ein. Es freuen sich Jonens Gemeindeammann Beatrice Koller (rechts) und Arsène Perroud, Leiter des Vereins Jugend und Freizeit.sl

Hier, beim Volg-Gebäude in Jonen, quartiert sich die Kellerämter Jugendarbeit ein. Es freuen sich Jonens Gemeindeammann Beatrice Koller (rechts) und Arsène Perroud, Leiter des Vereins Jugend und Freizeit.sl

Am 1. April nimmt der Zufiker Manuel Kaufmann seine Tätigkeit für die Jugendarbeit Kelleramt auf. Kaufmann, der in einem Pensum von 50 % angestellt wird, schliesst in Bälde die Ausbildung zum soziokulturellen Animator an der Hochschule in Luzern ab. Büro und Anlaufstelle der Jugendarbeit Kelleramt befinden sich im grossen Volg-Gebäude an der Dorfstrasse in Jonen.

Manuel Kaufmann wird und kann die Betreuungsarbeit zugunsten der Kellerämter Jugendlichen – gemeint sind die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe – nicht in Alleinregie bewältigen. Eine Berufskollegin soll ihn möglichst bald unterstützen, ebenfalls in einem Teilpensum von 50 %. Diese Stelle konnte noch nicht besetzt werden, eine zweite Ausschreibungsrunde läuft.

Kleinbus tourt durchs Kelleramt

Das Kellerämter Jugendarbeits-Duo wird nicht nur im Joner Büro anzutreffen sein. Als Teil des Betreuungsangebots unternimmt es regelmässige Touren im Infomobil-Bus durchs Kelleramt mit Stopps in Oberlunkhofen und Unterlunkhofen, in Arni, Rottenschwil und Jonen. Der Bus wird derzeit umgebaut und dann bestückt mit Informationsmaterial, mit einem Radio sowie einem Fussball, Töggelikasten und anderen Spiel-, Sport- und Plauschgeräten für Jugendliche. Der genaue Fahrplan steht noch nicht fest.

Jährlich 150000 Franken

Beatrice Koller, Gemeindeammann von Jonen und Präsidentin der Kommission «Jugendarbeit Kelleramt», beziffert den jährlichen Aufwand der professionellen Jugendarbeit auf 150000 Franken. 90% der Kosten tragen die fünf Kellerämtergemeinden Arni, Oberlunkhofen, Unterlunkhofen, Rottenschwil und Jonen. Die restlichen 10% übernehmen die Kirchgemeinden Jonen und Lunkhofen sowie die reformierte Kirchgemeinde Kelleramt.

Im ersten Jahr kostet die Jugendarbeit mehr, rund 215000 Franken. Zu Buche schlagen Kauf und Umbau des Busses, die Anschaffung der Spielgeräte, die Büroeinrichtung und anderes mehr. 33000 Franken der Anschubfinanzierung zahlt der Kanton.

Die Kellerämter Jugendarbeitsleistungen werden vom Verein Jugend und Freizeit Wohlen (VJF) bezogen. VJF-Leiter Arsène Perroud: «Das Projekt Kelleramt dauert vorerst bis Ende 2014, dann wird man gemeinsam über die Bücher gehen.» Die offene Jugendarbeit des VJF ist stark gefragt. Sie wird mittlerweile in neun Gemeinden und Gebieten umgesetzt.

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