Laufenburg

1107 Unterschriften und ein Appell an die Fairness

Pascal Zimmermann (2. v.r.) und Rudolf Lüscher konnten Swissgrid-CEO Pierre-Alain Graf ein Paket mit 1107 Unterschriften übergeben.

Pascal Zimmermann (2. v.r.) und Rudolf Lüscher konnten Swissgrid-CEO Pierre-Alain Graf ein Paket mit 1107 Unterschriften übergeben.

Stadt und Petitionäre kämpfen weiter um den Verbleib von Swissgrid - wohl vergeblich. Trotzdem bleibt ein Hoffnungsschimmer: Pierre-Alain Graf bekräftigte, dass Swissgrid Unterstützung bieten werde, um die Stromgeschichte in Laufenburg weiter zu schreiben.

«Wir hoffen, dass ob der grossen Anzahl Unterschriften bei Ihnen ein Prozess des Nachdenkens einsetzt und Sie auf den Standortentscheid zurückkommen», mit diesen Worten übergab der Initiant der Petition zu einem Verbleib von Swissgrid im Fricktal, Pascal Zimmermann den Karton mit 1107 Unterschriften an Swissgrid-CEO Pierre-Alain Graf.

Die Unterzeichnenden stammen aus dem gesamten Fricktal - viele davon aus Laufenburg oder Kaisten. «Die Resonanz war sehr gut, meine Erwartungen wurden übertroffen», so Zimmermann. Viele Unterzeichnenden hätten ihm für sein Engagement gedankt - oder gleich einen fast zweiseitigen Brief an Swissgrid beigelegt wie eine ältere Dame. Gemeinsam mit dem Laufenburger Stadtammann Rudolf Lüscher versuchte der EDU-Grossratskandidat erneut, Werbung für den Standort Laufenburg zu machen.

Sowohl Zimmermann als auch Lüscher appellierten an die Fairness von Swissgrid. Es sei nicht fair, dem Fricktal nun einfach den Rücken zu kehren und die Infrastruktur mit den vielen Leitungen zurückzulassen. «In Laufenburg und Kaisten wurden nie Stimmen gegen die Hochspannungsleitungen laut», betonten beide die grosse Akzeptanz im Fricktal.

Standortentscheid Aarau steht

Swissgrid-CEO Graf zeigte sich einerseits geehrt, dass so viele Fricktaler um einen Verbleib kämpfen. Dennoch betonte er, dass sich am Wegzug nach Aarau «aus heutiger Sicht» kaum etwas ändern werde. Als Hauptgründe führte er an, dass durch die Zusammenführung der Unternehmensbereiche in Aarau die Arbeitsabläufe verbessert und die interne Zusammenarbeit effizienter gestaltet werden könne. Zudem müsse der neue Standort aus allen Landesteilen der Schweiz verkehrstechnisch gut erschlossen sein. Swissgrid habe Mühe, qualifiziertes Personal ins Fricktal zu locken, so Graf. Der allerdings einschränkte, dass es grundsätzlich schwierig sei, Fachkräfte für den Starkstrommarkt zu gewinnen.

Unterstützung zugesichert

Für das Fricktal gibt es dennoch einen Hoffnungsschimmer. Erneut bekräftigte Pierre-Alain Graf, dass Swissgrid Unterstützung bieten werde, um die Stromgeschichte in Laufenburg weiter zu schreiben und das Areal innovativ zu nützen. Er stellte auch eine mögliche Unterstützung seitens der Swissgrid bei der Ausarbeitung eines neuen Mobilitätskonzeptes der Stadt Laufenburg in Aussicht.

Die Aussagen des CEOs wurden von Lüscher und Zimmermann zur Kenntnis genommen. Man habe wenig Neues gehört, so die beiden unisono. Sie hoffen nun auf den Tatbeweis, was die Unterstützung angeht. Und sie haben die Hoffnung weiterhin nicht aufgegeben. Demnächst soll nämlich ein Treffen aller Laufenburger Bezirksparteipräsidenten mit dem Swissgrid-Verwaltungsrat stattfinden.

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