Region Fricktal
16. zu warmer Monat in Folge: Der September schafft es auf das Podest

Der September in der Region war der 16. zu warme Monat in Folge: Bis zum 25. September lag der mit 28,2 Liter pro Quadratmeter zu trockene und mit 44 Stunden zu sonnenscheinreiche Herbstmonat sogar klar auf Temperatur-Rekordniveau und das seit Messbeginn 1966.

Helmut Kohler
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Kaum Niederschlag und sehr viele Sonnenstunden: der September 2020 bricht Rekorde. (Archivbild)

Kaum Niederschlag und sehr viele Sonnenstunden: der September 2020 bricht Rekorde. (Archivbild)

Mario Heller

Dann aber warf einfliessende Kaltluft den Monat zurück auf den 3. Platz, hinter die September-Monate in den Jahren 2016 und 1987.

Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn startete der September bei wechselnder Bewölkung mit herbstlichen Temperaturen. Unter dem Einfluss von Hoch Ismail stiegen die Temperaturen ab dem 2. September bei viel Sonnenschein täglich an, sodass in der Region am 4. und 5. September bei Temperaturen um die 28 Grad hochsommerliche Temperaturen erreicht wurden.

Drei Hochs sorgen für einen warmen Altweibersommer

Nachdem die Kaltfront von Tief Ottilie am 6. September für einen sonnenscheinlosen und nur 18,3 Grad warmen Sonntag sorgte, bescherten die Hochs Jurij, Kevin und Leiki der Region schon vom 7. September an einen sonnigen und viel zu warmen Altweibersommer. Am 14. September konnte mit 30,4 Grad sogar der erste Hitzetag – als solche gelten Tage mit einer Temperatur über 30 Grad – des Monats verzeichnet werden. Am 15. September folgte mit 30,9 Grad der zweite Hitzetag.

Somit fiel in der ersten 3,8 Grad zu warmen Septemberhalbzeit kein Tropfen Regen. Die Sonne schien gemäss den Aufzeichnungen und Messungen an 136 Stunden. Das sind bereits rund 80 Prozent des Solls für den Monat September.

In der zweiten Monatshälfte gab es endlich Regen

Die zweite Septemberhälfte startete am 16. September unter dem Einfluss von Hoch Manfred ebenfalls mit viel Sonnenschein und sommerlichen Tageshöchsttemperaturen von 28,1 Grad. Dank des Hochdruckeinflusses von Manfred wurde die Region bis zum kalendarischen Herbstbeginn am 22. September weiterhin mit Sonne und warmen Temperaturen verwöhnt. Nach über drei Wochen ohne einen Regentropfen brachte dann am Abend ein Gewitter mit sechs Litern pro Quadratmeter aber den erwarteten Regen.

Bei Tagestemperaturen um 22 Grad fielen bis zum 25. September nochmals 18,2 Liter Regen pro Quadratmeter. Nachdem sich Hoch Manfred am 25. September in Richtung Osteuropa verabschiedet hatte, brachten die Tiefs Valentina, Wicca und Xyla über 13 Grad kühlere Temperaturen in die regionale Wetterküche. Lagen die Monatsdurchschnittstemperaturen bis zu diesem Zeitpunkt etwa 3,8 Grad über dem Mittel, so waren sie jetzt 3,8 Grad unterhalb des Septembermittels.

Bei Regenfällen kamen bis zum 30. September 48,6 Liter Niederschlag pro Quadratmeter hinzu, wobei am 26. September die Tagestemperatur nicht über 9,8 Grad anstieg. Unter Zwischenhocheinfluss verabschiedete sich der September schliesslich mit acht Stunden Sonnenschein.