Gipf-Oberfrick

«32 Jahre waren für mich genug»: Maximilian Reimann verpasst Wiederwahl in Nationalrat

Maximilian Reimann. (Archiv)

Maximilian Reimann. (Archiv)

Nach 32 Jahren geht die Bundesbern-Ära von Maximilian Reimann zu Ende. Enttäuscht darüber ist der 77-jährige SVP-Politiker aus Gipf-Oberfrick jedoch nicht. Als Zugpferd des Teams 65+ sei seine Ausgangsposition eine «Win-win-Situation» gewesen, sagt er. Im Fall seiner Wiederwahl hätten die Aargauer Senioren die Gewissheit gehabt, für weitere vier Jahre durch «einen motivierten Jahrgänger» in Bern vertreten zu werden.

Würde es für die Wahl nicht reichen, «dann hätte ich meine volle zeitliche Freiheit zurück», so Reimann. «Immerhin ist ein Mandat in Bern plus Europarat ein Zwei-Drittel-Pensum und ich stecke doch bereits im vorgerückten 77. Altersjahr», schiebt er nach.

Reimann verhehlt nicht, dass er sich etwas mehr Stimmen erwartet habe. Die Seniorenliste betrachte man jedoch auch als ein Experiment, basierend auf der Formel, Senioren gehören auch in eine Volkskammer, so Reimann. «Das Experiment ist im ersten Anlauf noch nicht geglückt. Sollte sich aber erweisen, dass die etablierten Parteien auch künftig keine Senioren auf ihre Hauptlisten setzen und bloss auf chancenlosen Unterlisten antreten lassen, dann wird die Stunde von Team 65+ oder analoger Seniorenlisten noch schlagen», sagt Reimann.

Thomas Burgherr, Präsident der SVP Aargau, sagte, dass er überzeugt ist, dass Maximilian Reimann als Nationalrat wiedergewählt worden wäre, wenn er sich am Parteitag von der SVP-Basis nominieren hätte lassen. Reimann bezeichnet dies als eine hypothetische Annahme. «32 Jahre als SVP-Vertreter in Bern waren für mich genug und nach so langer Zeit darf man doch getrost jüngeren Leuten Platz frei machen.» (dka) 

"Das tut weh"

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