Bereits seit einigen Tagen laufen die Aufbauarbeiten. Auf dem Gelände wird von morgens bis abends gehämmert, gesägt, gemalt und: geschwitzt. Rainer Demmler vom organisierenden Verein «Sicht Feld» wischt sich mit dem Arm über die nasse Stirn. «Ja, es ist schon anstrengend bei diesen Temperaturen», sagt er.

Lange Pausen im Schatten

Die Helfer achten deshalb darauf, dass sie genug trinken und gönnen sich auch mal eine längere Pause im Schatten. Um trotzdem rechtzeitig fertig zu werden, schieben sie dafür auch einmal eine Nachtschicht ein. «Teilweise wird bis nach Mitternacht gebaut», sagt Demmler. «Dann sind die Temperaturen viel erträglicher.»

Wie bereits bei den vergangenen Ausgaben will das Open Air seine Besucher auch in diesem Jahr mit der Kulisse in eine andere Welt entführen. In «Feldingen» entstehen neben einem Bahnhofgebäude am Eingang auch mehrere Bars. Sie sind so gestaltet, dass sie ins Dorfbild von 1907 passen, etwa als Kirche oder Taverne. Zu viel verraten möchte Demmler nicht, aber: Es gibt auch dieses Jahr eine Überraschung – und danach wird manch ein Besucher «Feldingen» kaum wiedererkennen.

Günstig Wasser kaufen

Die Hitze beschäftigt derweil nicht nur die Helfer beim Aufbau, sie wird auch am Wochenende selber ein Thema sein. Demmler kündigt an, dass die Besucher günstig Wasserflaschen kaufen können. Es wird darauf geachtet, möglichst viele Schattenplätze zu schaffen. Und vor der Bühne soll das Publikum regelmässig mit einem Wasserschlauch abgekühlt werden.

In Rücksprache mit der Feuerwehr treffen die Verantwortlichen ausserdem verschiedene Sicherheitsvorkehrungen auf dem Gelände. Auf eine eigentlich geplante Feuerstelle und einen «Smoker-Grill» müssen sie wegen der Brandgefahr verzichten. Die beiden Bühnen und die Bars sind mit Feuerlöschern ausgestattet. Darüber hinaus wird neben dem Festival-Gelände ein Tank mit 5000 Litern Wasser aufgestellt. So sollen die Verantwortlichen im Notfall rasch ein allfälliges Feuer bekämpfen können, bis die Feuerwehr eintrifft. «Wir werden gut aufpassen, wollen aber gewappnet sein, falls trotzdem etwas passiert», sagt Demmler.

Vorverkauf lief gut

Gewappnet sein muss er wohl auch für einen Grossandrang beim Publikum. Letztes Jahr war das «Sicht Feld» erstmals ausverkauft. Und auch in diesem Jahr läuft der Vorverkauf gut: «Wir sind sehr zufrieden», sagt Demmler. 3000 Besucher werden maximal auf das Gelände gelassen. «Wir achten darauf, dass es nicht zu eng wird. In diesem Jahr bei dieser Hitze besonders», so Demmler.