Das Baugesuch für den neuen Rheinsteg in Rheinfelden lag vor 16 Monaten öffentlich auf und noch immer ist das Verfahren nicht abgeschlossen. Immerhin ist nun ein Abschluss in Sicht. Wie der Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin sagt, liegt «seit ein paar Tagen» die Zustimmung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau vor. «Nun wird der Entscheid über das Baugesuch und damit verbunden über die Einwendungen von Birdlife Aargau und zweier Privatpersonen ausgearbeitet.»

Birdlife, der Dachverband der Aargauischen Natur- und Vogelschutzvereine, hatte sich eingeschaltet, da er die Tragseile des Rheinstegs als «Vogelfallen» erachtet. In Gesprächen wurde daraufhin eine Lösung erarbeitet: An den filigranen Tragseilen des Stegs sollen schwarze und weisse Wimpel angebracht werden.

Die Lösung sei von Birdlife Aargau akzeptiert und müsse nun vom Stadtrat im Rahmen der Baubewilligung bestätigt werden, so Erdin. Nach der Zustimmung des Kantons gehe er davon aus, dass der Stadtrat «vor seiner Sommerpause Mitte Juli über das Baugesuch und die Einwendungen wird beschliessen können», so der Stadtschreiber weiter. Ziel ist es denn auch weiterhin im Herbst oder Winter 2018 mit den Bauarbeiten beginnen zu können. «Vorbehalten bleibt die Baubewilligung und deren Rechtskraft», so Erdin.

Mehrkosten in Deutschland

Auch auf badischer Seite stehen die Ampeln für den Rheinsteg auf Grün. Das Gemeindeparlament hat vor Monatsfrist Mehrausgaben von 217 000 Euro ebenso zugestimmt, wie dem Bebauungsplan. Die Mehrkosten ergeben sich, weil eine Kühlwasserleitung der Firma Evonik nicht verlegt werden kann und deshalb auf badischer Seite am Ufer eine Plattform errichtet werden muss.

Insgesamt wird der Steg mit rund 5,5 Millionen Euro veranschlagt. Dazu kommen auf beiden Seiten des Rheins die jeweiligen Anschlussverbindungen, die jede Stadt selbstständig trägt. «Wir rechnen für die Schweizer Seite im Moment mit unveränderten Kosten von rund 3,7 Millionen Franken», so Erdin. Nach Abzug der Beiträge von Bund und Kanton verblieben rund 1,5 Millionen Franken zulasten der Stadt. Dies entspreche dem Beschluss der Gemeindeversammlung im März 2016.