Magden

An der Basler Herbstmesse gibt es Keramik aus dem Aargau – dank dieser Fricktalerin

Maya Skillman an ihrem Stand am Hääfelimäärt beim Petersplatz.

Maya Skillman aus Magden verkauft ihre Produkte auf dem Basler Petersplatz. Mit dem Start ist sie zufrieden – für das Ende hat sie einen Wunsch.

Es sind für Maya Skillman zweieinhalb anstrengende Wochen, aber auch zufriedenstellende: Die Keramikerin aus Magden verkauft ihre Produkte an der Basler Herbstmesse, die am Samstag eröffnet wurde und auf dem Petersplatz bis 12. November dauert.

Keramik ist die grosse Leidenschaft von Maya Skillman, «Ein intensives Hobby», erzählt sie am Telefon, lacht. «Und ich kann ja nicht nur fürs Lager und zum Verschenken produzieren.» Sie hat deshalb vor gut drei Jahren geeignete Vertriebskanäle gesucht. «Als untere Fricktalerin lag es nahe, mich für einen Stand an der Herbstmesse zu bewerben.»

Das tat sie 2017. Sie rechnete allerdings nicht damit, noch im gleichen Jahr einen Stand am sogenannten Hääfelimäärt beim Petersplatz zu bekommen. Umso erfreuter war sie, als positiver Bescheid aus Basel ins Haus flatterte. «Ich fragte einfach zur rechten Zeit an», blickt sie zurück.

Bereut hat sie ihren Entscheid nie; sie ist in diesem Jahr das dritte Mal dabei. Es sei schön, hier zu sein, sagt sie. «Es ist eine Bestätigung dafür, dass das, was ich mache, anderen gefällt.» Das tue gut. Wiede lacht sie. «Und natürlich helfen die Verkäufe, die Kosten zu decken.»

Mit dem Umsatz am Startwochenende jedenfalls ist sie «sehr zufrieden». Wie viele Besucher über den Markt flanieren, hängt dabei stark vom Wetter ab. Hier gilt die Regel: Gutes Wetter ist gut fürs Publikum. «Bei gutem Wetter ist es denn auch viel kurzweiliger», sagt sie. Doch auch für schlechtes Wetter ist Skillman gerüstet: «Wenn wenig läuft, lese ich die Zeitung oder löse ein Kreuzworträtsel.»

Skillman schätzt auch die Gespräche mit Passanten und Standnachbarn. Man habe ein gutes Einvernehmen, helfe sich gegenseitig. «Es ist eine familiäre Atmosphäre.» Sie ist aber jeweils auch froh, wenn es 20 Uhr ist und der Markt schliesst. «Die Tage sind schon lange und anstrengend.»

Streng war auch die Zeit vor der Messe. Wieder lacht Skillman. «Ich nehme mir zwar jedes Jahr vor, früher mit dem Formen, Drehen und Brennen zu beginnen.» Am Schluss werde es zeitlich aber trotzdem immer eng. Das hänge auch damit zusammen, dass schon allein das zweimalige Brennen viel Zeit benötige.

Im Angebot hat Skillman Tassen, Schalen, Gratinformen, aber auch Objekte wie grosse Schnecken. «Ich komme vom Formen her und habe das Drehen erst später gelernt», erzählt sie. Produziert hat sie in den letzten Monaten viel. Sie geht denn auch nicht davon aus, dass sie bis Messeende ausgeschossen ist.

Natürlich könne es sein, dass einzelne Produkte gegen Messeende vergriffen sind, wie im letzten Jahr. «Das kann ich aber gut mit einer Umgestaltung des Standes auffangen.» Zudem habe sie zu Hause schon noch einen «Notvorrat».

Skillman wünscht sich etwas mehr Zeit zum Abräumen

Was Skillman besonders freut: «Das Publikum ist heute wieder mehr in Richtung handgefertigte Keramik orientiert.» Eine Zeit lang waren vor allem Keramikprodukte aus Warenhäusern gefragt. Das Publikum an der Herbstmesse sei international, hat sie zudem beobachtet. «Man hört nicht selten Menschen englisch sprechen.»

Für die Herbstmesse hat Skillman, neben Wetter- und Verkaufsglück, einen grossen Wunsch: «Dass wir etwas mehr Zeit zum Abräumen der Stände bekommen.» Heute endet die Messe auf dem Petersplatz jeweils am Dienstagabend um 20 Uhr (die restlichen Festplätze schliessen schon am Sonntag). Bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr müssen die Markthäuschen leergeräumt sein. «Mit einem halben Tag mehr Zeit zum Abräumen wäre uns sehr geholfen.»

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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