Stein
Anbau des Kirchenzentrums hat ein neues Innenleben

Äusserlich hat sich an dem Gebäude an der Gartenstrasse in Stein nichts verändert. Das war auch der Wunsch der 1870 Angehörigen zählenden Reformierten Kirchgemeinde Stein und Umgebung. An dem 1981 an die Kirche angebauten Zentrum sollte nur das Innenleben grundlegend modernisiert und praktischer werden.

Hans Christof Wagner
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Der neue Saal der Reformierten Kirchgemeinde Stein und Umgebung
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Kirche Stein
Baukommissionspräsident Richard Weilenmann (rechts) und Polycarp Nworie von der römisch-katholischen Kirchgemeinde (Mitte)
Der Kirchenraum präsentiert sich in neuem Kleid
Kirchenpflegepräsidentin Barbara Weilenmann (rechts)
Architekt Birri (rechts) bei der Führung durch das Gebäude
Der Gemeindesaal im Kirchenzentrum der Reformierten in Stein wurde erneuert.

Der neue Saal der Reformierten Kirchgemeinde Stein und Umgebung

hcw

Am 1. Mai war der Spatenstich. Ein halbes Jahr dauerten die Arbeiten. Viele der Gemeindemitglieder, die den Abschluss der Renovation in Augenschein nahmen, lobten das Werk als gelungen. Ausführender Architekt war René Birri aus Stein. Er führte die Gäste herum. Er zeigte ihnen den neuen Gemeindesaal, der nach dem Abbruch der Galerie, mit Parkettboden und neuer Beleuchtung heller und repräsentativer wirkt.

Auch das Treppenhaus ins Obergeschoss ist nach der Renovation heller, was auch durch ein gläsernes Geländer erreicht wurde. Gehbehinderte Menschen aber können den Lift nutzen, der ebenfalls neu ist. Damit sind nun sowohl der Mehrzweckraum und die sanierten Toilettenanlagen im Untergeschoss als auch die Unterrichtsräume im Obergeschoss barrierefrei erreichbar.

Auch energetisch ist das 30 Jahre alte Gebäude nun auf dem modernsten Stand. Eine bis 24 Zentimeter dicke Dämmschicht hält Kälte und Hitze ab. Dreifach verglaste Fenster, eine neue Lüftungsanlage und energiesparende Lampen tragen ausserdem dazu bei, die Energiekosten niedrig zu halten. Geheizt wird mit einer umweltfreundlichen Wärmepumpe im Keller. «Wir haben allein 400000 Franken in neue Haustechnik investiert», erklärte Architekt Birri.

Turbulentes halbes Jahr

Kirchenpflegepräsidentin Barbara Weilenmann dankte ihm für die geleistete Arbeit. Sie sprach von einem turbulenten halben Jahr. Die Renovation habe vor allem gegen Ende doch Nerven gekostet. Sie bedankte sich auch bei Sekretärin Beatrice Löw und Pfarrer Marc Zöllner. Richard Weilenmann, Präsident der Baukommission, sagte, das Projekt sei eine Herausforderung gewesen. Jörg Bell, er war von 1975 bis 1983 Pfarrer in der
Reformierten Kirchengemeinde Stein und Umgebung, erklärte, er sei sehr froh über das gelungene Werk.

Georg Spuhler, Präsident der katholischen Kirchenpflege Stein, wünschte alles Gute und «Gottes Segen» für das neue Haus. Auch Pastoralreferent Berthold Kessler und Polycarp Nworie, Pfarradministrator im römisch-katholischen Seelsorgeverband Eiken-Stein, weilten unter den Gästen. In den Monaten der Renovationsarbeiten, als die eigenen Räume nicht nutzbar waren, kamen die Reformierten in katholischen und christkatholischen Gemeinden der Region unter, um dort den Gottesdienst zu feiern. Redner würdigten das als gelebte Ökumene.

Für Finanzierung Land verkauft

Wie schon 1981 der Anbau an die Kirche wurde auch dessen Renovation möglich, indem die Reformierte Kirchengemeinde Stein und Umgebung Land verkaufte. Damit konnten die Investitionen getätigt werden. Noch unfertig sind indes die Jugendräume im Keller.