Mettauertal

Anstelle einer Telefonkabine: Die Gut-gemacht-Maschine braucht noch Unterstützung

Noch fehlt Geld für die Umnutzung der Mettauertaler Telefonkabine.

Noch fehlt Geld für die Umnutzung der Mettauertaler Telefonkabine.

Vor einer Woche wurde in Baden die letzte aktive Swisscom-Telefonkabine abgebaut. In Mettauertal kann man zwar in der Kabine bei der Bushaltestelle Mettau Post schon länger nicht mehr telefonieren, die Kabine steht jedoch noch.

Die Swisscom hat die besagte Kabine der Gemeinde zur Verfügung gestellt – und nun soll sie zur «Gut-gemacht-­Maschine» werden. Die Idee: Einheimische und Besucher können in der Kabine dem Automaten mitteilen, was sie Gutes getan haben.

Als Belohnung warten dann ein Jubelfilmchen oder eine Fanfare, die von Vereinen aus dem Dorf gespielt werden, und ein kleiner Gutschein. So würde die Kabine zur digitalen Schulterklopf-Maschine. Darüber hinaus soll sie zum Infoposten für Gemeinde, ­Flösserweg und Jurapark werden.

Für die Realisierung fehlt den Initianten allerdings noch Geld. Mitte Oktober lancierten sie deshalb ein Crowdfunding auf www.wemakeit.ch mit dem Ziel, 22'000 Franken zu sammeln. Nun steht der Endspurt des Crowdfundings an. Noch 14 Tage bleiben, um das Ziel zu erreichen. Momentan fehlt allerdings noch einiges. 7173 Franken waren bis gestern auf der Plattform zugesichert.

«Glücklich kann man dar­über nicht sein», sagt Beat Wormstetter von den Projekt­initianten. Zumal man sich für die Crowdfundingkampagne einiges überlegt habe. Tatsächlich wurden bereits Kurzfilme gedreht und T-Shirts kreiert. Und eine mögliche Belohnung für Projekt-Unterstützer ist ein persönlicher Dankes-Anruf von Gemeindeammann Peter Weber.

Wormstetter bleibt aber optimistisch. Die Kampagne sei positiv und sorge dafür, dass das Projekt über die Region hinaus bekannt wird. «Wir haben eine grosse Reichweite in den sozialen Medien», sagt er. Er sei gar schon in der Ostschweiz auf die Gut-gemacht-Maschine angesprochen worden.

Zudem, so Wormstetter weiter, gebe es noch Zusagen für Beiträge, die allerdings noch nicht auf der Plattform verbucht seien. Dar­über hinaus versuche man auch auf anderen Kanälen, Geld zu generieren. Dennoch hofft er nun noch auf einen veritablen Crowd­funding-Endspurt. «Ein paar grössere Zusagen könnten Signalwirkung haben und weitere Spender animieren.»

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