170-Millionen-Betrugsfall

ASE-Geschäftsführer aus dem Gefängnis entlassen – noch vor Prozess am Obergericht

Der Angeklagte wird von einem Kantonspolizisten ins Kantonale Zivilschutzausbildungszentrum in Eiken geführt. Dort beginnt heute Montag, 21.11.2016 der Prozess im Betrugsfall.

ASE-Prozess: Der Hautpangeklagte wird in den Gerichtssaal geführt, jetzt ist er wieder in Freiheit.

Der Angeklagte wird von einem Kantonspolizisten ins Kantonale Zivilschutzausbildungszentrum in Eiken geführt. Dort beginnt heute Montag, 21.11.2016 der Prozess im Betrugsfall.

Im Dezember 2016 fällte das Bezirksgericht Laufenburg das Urteil im grossen Betrugsprozess um die ASE. Das Urteil wurde zwar ans Aargauer Obergericht weitergezogen, doch die Verhandlung findet erst im nächsten Jahr statt.

Der ehemalige Geschäftsführer der Fricktaler Investmentfirma ASE ist wieder auf freiem Fuss. "Er wurde per 19. April 2018 entlassen, nachdem er sechs Jahre abgesessen hatte", erklärt Oberstaatsanwalt Daniel von Däniken gegenüber der "Neuen Fricktaler Zeitung". Der Mann war im Dezember 2016 vom Bezirksgericht Laufenburg wegen gewerbsmässigen Betrugs zu 9 Jahren verurteilt worden. Bei der Entlassung hatte er zwei Drittel dieser Strafe abgesessen. Er sass seit April 2012 in Haft. Die Gerichtsverhandlung fand aus Platzgründen im Zivilschutzzentrum Eiken statt und dauerte sieben Tage. 

Das Urteil des Bezirksgerichts ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Zur Verhandlung vor dem Aargauer Obergericht wird es voraussichtlich 2019 kommen, wie Nicole Payllier, Sprecherin der Aargauer Gerichte, der "Neuen Fricktaler Zeitung" sagt. 

170-Millionen-Betrugsfall: ASE-Geschäftsführer zu 9 Jahren Haft verurteilt (15.12.2016)

170-Millionen-Betrugsfall: ASE-Geschäftsführer zu 9 Jahren Haft verurteilt (15.12.2016)

Der ASE-Prozess behandelt einen der grössten Betrugsfälle der Schweiz. Nun wurde der ehemalige Geschäftsführer Martin S. zu 9 Jahren Gefängnis verurteilt.

Es handelte sich um einen der grössten Betrugsprozesse der Schweiz. Die Staatsanwaltschaft hatte den Beschuldigten vorgeworfen, mit einem enormen Schneeballsystem zirka 2000 Geschädigte um 170 Millionen Franken betrogen zu haben. Rund 600 Kunden hatten ein Konto bei der Basler Kantonalbank (BKB), der Depotbank der ASE.

Der ASE-Verwaltungsratspräsident wurde vom Bezirksgericht Laufenburg zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Der Kundenberater der BKB, der die ASE betreut hatte, wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt. (pz)

Mega-Wirtschaftsbetrug vor Gericht

Mega-Wirtschaftsbetrug vor Gericht (21. November 2016)

450 Ordner Akten, 2500 Geschädigte: Zwei Chefs der Firma ASE und die Basler Kantonalbank sollen 170 Millionen Franken veruntreut haben. Seit Montag stehen die Personen vor Gericht.

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