Rheinfelden

Auf den Spuren der Biber oberhalb des neuen Rheinfelder Kraftwerks

Der ausgestopfte Biber dient als Anschauungsobjekt und findet vor allem bei Familien mit Kindern viel Beachtung. ach

Der ausgestopfte Biber dient als Anschauungsobjekt und findet vor allem bei Familien mit Kindern viel Beachtung. ach

Biber sind in den Rhein zurückgekehrt. Nachdem das neue Flusskraftwerk bei Rheinfelden in Betrieb ist und das Oberwasser bis in den Bereich von Schloss Beuggen aufgestaut ist, entwickelten sich in Uferzonen rasch ideale Lebensbedingungen für Biber.

Der Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden organisierte am Sonntag eine Exkursion, um über Biber zu informieren. Rund 70 Interessierte lauschten den Ausführungen der Biologin Daniela Müller Brodmann. Sie hatte ein ausgestopftes Biber-Exemplar mitgebracht, das insbesondere Kinder neugierig beäugten.

Vom Startpunkt bei der Kompostieranlage Chleigrütt führte der Fussmarsch hinunter ans Rheinufer Dort waren nach dem Höherstau des Flusses durch den Kraftwerkneubau im Zuge der Renaturierung zahlreiche Buchten und künstlich angelegte Steininseln entstanden. Ideal für eine Biberpopulation. Dass die nachtaktiven Tiere ein stattliches Revier bevölkern, zeigen die zahlreichen angeknabberten Bäume in Ufernähe.

Das meist braune Fell des Bibers ist mit 23 000 Haaren pro Quadratzentimeter (Mensch: bis zu 600 Haare pro Quadratzentimeter) sehr dicht und schützt vor Nässe und Auskühlung. Der Pelz wird regelmässig gereinigt und mit einem fetthaltigen Sekret, dem Bibergeil, gepflegt. Der breite, abgeplattete, mit lederartiger Haut bedeckte und unbehaarte Schwanz, Kelle genannt, dient als Steuer beim Abtauchen sowie zur Temperaturregulation und als Fettdepot. Biber können bis zu 20 Minuten tauchen.

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