Schupfart

Baugesuch für Salt-Funkantenne in Schupfart abgelehnt

Der Schupfarter Gemeinderat will keine Funkantenne im Dorf. chr/Archiv

Der Schupfarter Gemeinderat will keine Funkantenne im Dorf. chr/Archiv

Der Mobilfunkanbieter Salt wollte im Dorf eine Funkantenne bauen. Der Gemeinderat hat das Baugesuch nun abgelehnt. Salt wird den Entscheid wohl weiterziehen.

Nach dem Sturm folgt die Funkstille – zumindest vorerst. Der Gemeinderat Schupfart hat ein Baugesuch des Mobilfunkanbieters Salt abgelehnt. Salt wollte auf einem Mehrfamilienhaus mitten im Dorf eine neue Funkantenne bauen.

Bereits im Frühjahr hatte sich gegen dieses Vorhaben massiver Widerstand geregt: 181 Einwohner – und damit jeder vierte Schupfarter – wehrten sich mit Einsprachen und einer Unterschriftensammlung gegen die Antenne. Und Gemeindeammann Bernhard Horlacher kündigte an, dass der Gemeinderat das Baugesuch ablehnen werde. Die Ankündigung hat die Behörde in ihrer Sitzung am Montag wahrgemacht.

Drei Hauptargumente

Der Gemeinderat begründet diesen Entscheid mit drei Argumenten. «Das Baugesuch ist wegen des Ortsbildschutzes nicht zonenkonform», sagt Horlacher. Weiter verweist er auf andere mögliche Standorte: einen Starkstrommast zwischen Schupfart und Obermumpf oder die bereits bestehende Swisscom-Antenne Richtung Obermumpf. «Diese Standorte wären auch für die Bevölkerung sicher akzeptabler», so Horlacher. Die Gemeinde verweist drittens auf das Konsultationsverfahren zwischen Kanton/Gemeinden und den Mobilfunkprovidern. An dieses habe sich Salt nicht gehalten, sagt Horlacher.

Ein Fall für die Juristen?

Deshalb erwartet der Gemeindeammann vom Unternehmen nun Gesprächsbereitschaft. «Dass das Problem gelöst ist, ist eine Illusion», so Horlacher. «Im schlimmsten Fall würde Salt wohl auch über die Mittel verfügen, das Projekt juristisch zu verfolgen.»

Bei Salt ist der Entscheid noch nicht eingetroffen. «Sobald wir diesen erhalten, werden wir evaluieren ob, wir den Fall weiterziehen oder nicht – wobei gesagt werden kann, dass wir grundsätzlich die meisten Fälle weiterziehen», sagt Sprecherin Therese Wenger.

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